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Standortwettbewerb
Finanzminister Ueli Maurer warnt vor US-Steuerreform

Ueli Maurer: «Weitere Reformen ins Auge fassen.»Quelle: Keystone

Mit Hochdruck paukt US-Präsident Donald Trump seine Steuerreform durchs Parlament. Werde das Projekt umgesetzt, müsse auch die Schweiz weitere Reformen ins Auge fassen, findet Bundesrat Ueli Maurer.

David Vonplon
Von David Vonplon
06.12.2017

Finanzminister Ueli Maurer warnt vor den Folgen der US-Steuerreform: «Wird die Reform wie vorgesehen umgesetzt, werden die USA über eine international sehr attraktive Unternehmensbesteuerung verfügen», sagt der SVP-Magistrat zur «Handelszeitung». Das bedeute, dass auch die Schweiz weitere Reformen ins Auge fassen müsse. Zumal auch europäische Staaten dabei seien, mit einer Senkung der Firmensteuern den Konkurrenzkampf zu verschärfen.

US-Präsident Donald Trump peitscht seine Steuerreform im Eilzugstempo durchs Parlament. Noch vor Weihnachten könnte der Kongress das geplante Reformpaket verabschieden, welche für US-Unternehmen massive Steuersenkungen vorsieht.

Ob ein Exodus amerikanischer Unternehmen verhindert werden kann, hängt laut Bundesrat Maurer vom Gelingen der Steuervorlage 17 ab – der Neuauflage der Unternehmenssteuerreform III: «Wir müssen in der Schweiz für die international tätigen Unternehmen, auch die aus den USA, zwingend Voraussetzungen schaffen, damit sie uns erhalten bleiben.» Gegenwärtig liege man mit dem Fahrplan der Steuervorlage richtig, um international wettbewerbsfähig zu bleiben. Von Bedeutung sei dabei, dass die Schweiz auch andere wichtige Standortfaktoren hervorhebe, etwa die Stabilität, die hohe Qualität oder die Effizienz.

 

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