Rich Ricci hat genug: Der schillernde Investmentbanker der britischen Grossbank Barclays hört auf zu arbeiten. Er verdiente 2012 beim Geldhaus beinahe 18 Millionen Pfund oder umgerechnet 26 Millionen Franken. 2010 trug der Banker gar über 40 Millionen Pfund nach Hause.

Der scheidende Investmentbanker verdankt seine Berühmtheit indes seinem Hobby, den Pferderennen und seinen altertümlichen Hüten. Sein extrovertiertes Auftreten im Blues-Brothers-Look tat seiner Popularität innerhalb des Finanzhauses jedoch keinen Abbruch - im Gegenteil. So sollen bei der Abschiedsrede von Ricci laut dem «Guardian» Tränen geflossen sein.

Nachfolge bereits bestimmt

Allerdings erfolgte der Rücktritt des 49-Jährigen nicht ganz freiwillig. Im Zuge der Libor-Affäre musste der damalige Konzernchef Bob Diamond das Unternehmen verlassen. Damit verlor Ricci seinen wichtigsten Verbündeten. Zudem ist Antony Jenkins - der neue starke Mann bei Barclays - bemüht den Ruf des Finanzinstituts wieder herzustellen. Hierbei wurde der Topverdiener Ricchi zu einer Last. 

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Die Nachfolge für Ricci ist bereits geregelt: Eric Bommersatz und Tom King werden die Investmentbank von Barclays in einer Co-Leitung in die Zukunft führen.

(muv/se)