Die einstige Investorenlegende Bill Gross verklagt den von ihm gegründeten Fonds Pimco nach seinem Rauswurf auf mindestens 200 Millionen Dollar. Der 71-Jährige sieht sich laut einer Klage als Opfer einer «Intrige» von Pimco-Managern, die ihm den Anteil an den Boni geneidet hätten.

Pimco hatte sich vor gut einem Jahr nach einer öffentlichen Schlammschlacht abrupt von Gross getrennt. Der Firmengründer hatte nach eigenen Angaben Anspruch auf 20 Prozent der jährlichen Gewinnbeteiligung von Pimco. Das Geld sei nach seinem Abgang auf jüngere Manager aufgeteilt worden.

Gross hinausgeekelt

Gross wirft Pimco und Allianz Asset Management Vertragsbruch vor. Sein Arbeitgeber habe wider Treu und Glauben gehandelt und ihn hinausgeekelt. Er hatte Pimco 1999 an die Allianz verkauft, das Unternehmen aber weiter geführt. Seit seinem Ausstieg arbeitet Gross für die kleine Fondsgesellschaft Janus Capital.

Gross managte jahrelang den einst grössten Anleihefonds der Welt, Pimco Total Return. Investoren hatten dort aber massiv Geld abgezogen, nachdem er sich mehrfach mit US-Staatspapieren verspekuliert hatte.

Fonds-Volumen mehr als halbiert

Die Mittelabflüsse waren auch nach seinem Abgang weitergegangen, das Volumen des Fonds hat sich mehr als halbiert, auf weniger als 100 Milliarden Dollar. Von der Allianz gab es zunächst keine Stellungnahme.

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(sda/dbe/chb)