Der starke US-Dollar hat bei dem vor der Übernahme stehenden Brauereikonzern SABMiller die Zuwächse komplett aufgefressen. Trotz eines höheren Absatzes vor allem in Lateinamerika und Afrika schrumpften in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres Umsatz und Ergebnisse.

Die Erlöse gingen von April bis Ende September um zwölf Prozent auf knapp zehn Milliarden Dollar zurück, wie der Produzent von Marken wie Pilsner Urquell, Grolsch, Miller und Foster's mitteilte. Werden die Wechselkurseffekte herausgerechnet, dann hätte SABMiller fünf Prozent mehr umgesetzt.

Vor Verkauf

Beim Gewinn vor Zinsen, Steuern und Firmenwertabschreibungen (Ebita) war der Effekt ähnlich. Das operative Ergebnis sank um elf Prozent auf 2,9 Milliarden Dollar. Unter dem Strich blieb ein Überschuss von gut 1,6 Milliarden Dollar, das waren mehr als 300 Millionen Dollar weniger als im Vorjahr.

Der Konzern hatte sich in den vergangenen Wochen nach längerem Hin und Her mit dem weltgrössten Braukonzern AB Inbev auf einen Zusammenschluss geeinigt. Am Mittwoch legte AB Inbev ein offizielles Übernahmegebot von 71 Milliarden Pfund (100 Milliarden Euro) für SABMiller vor.

(awp/chb)