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Zahlen
Starker Franken: Calida-Gewinn bricht massiv ein

Calida-CEO Felix Sulzberger: Die Gruppe erzielt rund 75 Prozent der Umsätze in Euro. HZ

Die Frankenstärke macht dem Wäschehersteller Calida grosse Kopfschmerzen. Der Umsatz sinkt und der Gewinn verflüchtigt sich geradezu. Die Firma liegt damit unter den Erwartungen.

Veröffentlicht am 24.07.2015

Die Wäscheherstellerin Calida hat im ersten Semester des Geschäftsjahres 2015 unter massiv negativen Wechselkurseffekten gelitten. Der Umsatz erreichte noch 168,1 Millionen Franken. Das sind fast 15 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Doch auch währungsbereinigt hätte der Umsatzrückgang 4,8 betragen. Die Gruppe erzielt rund 75 Prozent der Umsätze und Erträge in Euro.

Das operative Betriebsergebnis (Ebit) lag mit 3,4 Millionen Franken um 63 Prozent unter dem Vorjahreswert. Rund zwei Drittel des Rückgangs seien währungsbedingt, teilte Calida am Freitag mit. Unter dem Strich erwirtschaftete das Unternehmen noch einen kleinen Gewinn von 0,7 Millionen Franken. In der Vorjahresperiode hatte der Überschuss noch 5,2 Millionen betragen.

Erwartungen verfehlt

Mit den Zahlen wurden die Erwartungen der Analysten verfehlt. Vontobel und ZKB hatten einen Nettoumsatz von 169,0 bzw. 169,6 Millionen Franken und einen Ebit von 4,5 bzw. 5,0 Millionen erwartet. Der Gewinn wurde von den Experten bei 2,8 bzw. 1,4 Millionen gesehen.

Für das laufende Jahr geht die Gruppe unverändert von einem deutlich tieferen Geschäftsergebnis aus. Für das zweite Halbjahr 2015 könne mit einer dem ersten Semester vergleichbaren Geschäftsentwicklung und saisonal bedingt mit einer höheren Profitabilität gerechnet werden. Denn das erste Halbjahr sei traditionell das umsatzmässig schwächere und weniger profitable.

(awp/ise/me)

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