Der Pharmazulieferer Lonza hat im ersten Halbjahr zwar beim Umsatz zugelegt. Der Reingewinn liegt aber um ein Fünftel tiefer. Am Standort Visp sollen nun Stellen abgebaut werden. Durch Einstellungsstopps in gewissen Bereichen und natürliche Fluktuationen soll es zu einem Personalabbau von 90 Mitarbeitern kommen, teilte Lonza am Mittwoch mit.

Bereits nach Aufhebung des Euro-Mindestkurses der Schweizerischen Nationalbank (SNB) im Januar hatte Lonza Massnahmen angekündigt, ohne diese aber zu präzisieren. In Visp bestehe die Gefahr, dass Lonza aufgrund der vom Schweizer Franken abhängigen Fixkostenbasis weniger wettbewerbsfähig sei, begründet das Unternehmen den Entscheid.

Gewinn bricht ein

In den ersten sechs Monaten hat Lonza beim Umsatz um 5,8 Prozent auf 1,9 Milliarden Franken zugelegt. Der Betriebsgewinn auf Stufe Ebitda wuchs um 3,6 Prozent auf 375 Millionen Franken. Der Reingewinn fiel um knapp 21 Prozent auf 111 Millionen Franken.

Mit den ausgewiesenen Zahlen hat Lonza die Schätzungen der Analysten beim Ebit und Reingewinn nach IFRS verfehlt. Der AWP-Konsens für den Umsatz lag bei 1,85 Milliarden, für den Kern-Ebit bei 247 Millionen, den Ebit bei 226 Millionen und für den Reingewinn bei 148 Millionen Franken.

Guidance bekräftigt

Für das Gesamtjahr 2015 stellt Lonza ein nicht näher quantifiziertes Umsatzwachstum in Lokalwährungen in Aussicht und der so genannte «Kern-Ebit» soll um mindestens 5 Prozent zunehmen. Damit wurde die Guidance bekräftigt.

(sda/awp/ise)

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