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Starker Franken: Umsatz von Givaudan sinkt

Givaudan: Der SMI-Konzern hat den Zahlenreigen eröffnet. Keystone

Die starke Schweizer Währung macht Givaudan einen Strich durch die Rechnung. Die Umsätze steigen zwar, doch die Erlöse sinken des Frankens wegen. Der Konzern hält aber an seinen Zielen fest.

Veröffentlicht am 09.10.2015

Der weltgrösste Aromen- und Riechstoffhersteller Givaudan schreibt in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres weniger Umsatz: Die Verkaufserlöse sanken gegenüber der Vorjahresperiode um 0,5 Prozent auf 3,30 Milliarden Franken.

Damit hat der Konzern mit Sitz in Vernier bei Genf die Prognosen der von der Finanznachrichtenagentur AWP befragten Analysten mehr oder weniger getroffen. Ohne Währungseffekt sowie Zu- und Verkäufe wäre der Umsatz um 2 Prozent gestiegen, wie Givaudan am Freitag mitteilte.

Weniger Umsatz mit Riechstoffen

Weniger Umsatz machte Givaudan mit Riechstoffen, die etwa für Parfums, Shampoos, Waschmittel oder Deodorants verwendet werden. Rückläufig waren vor allem die Verkäufe von Riechstoff- und Kosmetik-Ingredienzen. Dabei handelt es sich um Geruchsmoleküle, die Givaudan entwickelt und verkauft. Gut entwickelt haben sich hingegen die zugekauften Unternehmen Soliance und Induchem.

Ein besseres Ergebnis erzielte Givaudan mit der zweiten Sparte, den Aromastoffen. Diese kommen in Nahrungsmitteln zum Einsatz. Ein gutes Wachstum habe man im Segment Getränke und Milchprodukte verzeichnet, schreibt Givaudan.

Ausblick bestätigt

Mit Blick auf das laufende Jahr und die dafür geltenden Ziele, sieht sich der Konzern nach wie vor «auf Kurs». In der Zeitspanne 2010-2015 strebt Givaudan ein organisches Wachstum von 4,5-5,5 Prozent, dies bei einem Marktwachstum von 2-3 Prozent. Gleichzeitig soll ein freier Cash Flow von 14-16 Prozent des Umsatzes erreicht werden. Von diesem Cash Flow will Givaudan zudem weiterhin mehr als 60 Prozent an die Aktionäre ausschütten, wie es weiter heisst. Der Verschuldungsgrad soll mittelfristig unter 25 Prozent gehalten werden.

Erst kürzlich am Investorentag von Ende August hatte Givaudan im Rahmen des Fünfjahresplans 2015-2020 neue Ziele formuliert. So will der Konzern im Durchschnitt ein jährliches organisches Wachstum von 4-5 Prozent erreichen und die Free Cashflow-Rendite soll gemessen an den Verkäufen in der Bandbreite von 12-17 Prozent zu liegen kommen.

(sda/ise/ama)

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