Sonova hat im ersten Halbjahr 2011/12 ein deutlich verringertes operatives Ergebnis erzielt, belastet durch negative Wechselkurseffekte und den Rückruf der Cochlea-Implantate bei Advanced Bionics. In Lokalwährungen ist aber vor allem das Segment Hörgeräte weiterhin stärker als der Markt gewachsen.

Unter dem Strich verdiente das Unternehmen im Zeitraum von April bis September 103,7 Millionen Franken und damit 39,6 Prozent weniger als in der Vorjahresperiode.

Der Betriebsgewinn (EBIT) ging mit 36,6 Prozent ebenfalls stark nach unten und erreichte noch 123,1 Millionen Franken, wie Sonova am Dienstag mitteilte. Den Umsatz von 763 Millionen Franken - 8,2 Prozent weniger als im Vorjahr - hatte das Unternehmen bereits im Oktober bekanntgegeben.

Sonova leidet unter hartem Franken

Sonova macht in erster Linie den starken Franken für das schlechte Ergebnis verantwortlich. Die Währungsveränderungen hätten den Umsatz um 16,5 Prozent gedrückt, hiess es in der Mitteilung.

Hinzu kam der Rückruf eines Cochlea-Hörimplantats im November vergangenen Jahres. Dieses war ab April ausserhalb der USA und ab Mitte September schliesslich auch in den Vereinigten Staaten wieder erhältlich.

Für das Gesamtjahr rechnet Sonova weiterhin mit einem Umsatzwachstum von 8 bis 10 Prozent in Lokalwährungen. Gleichzeitig erwartet der Konzern bei stabilen Wechselkursen einen negativen Währungseffekt von etwa 13 Prozent. Damit würde Sonova auch im Gesamtjahr einen Umsatzrückgang verbuchen.

(rcv/kgh/sda)