Der Werkzeugmaschinen-Hersteller Tornos hat im ersten Quartal 2013 einen Rückgang des Auftragseingangs um 32 Prozent auf 43,8 Millionen Franken verzeichnet. Allerdings hätten damals umfangreiche Ersatzinvestitionen der Kunden in Asien infolge von Naturereignissen die Aktivitäten der Gruppe noch positiv beeinflusst, teilte Tornos mit.

Der Bruttoumsatz ging um ebenfalls rund 32 Prozent auf 34,9 Millionen zurück und liegt unter dem notwendigen Mindestvolumen zur Erreichung der Gewinnschwelle. Auf Gewinnstufe resultierte ein Ebit von -7,3 Millionen nach einem Plus von 89'000 Franken im Vorjahr. Der Reinverlust belief sich auf 7 Millionen. Bereits im entsprechenden Vorjahresquartal hatte Tornos einen Verlust von 1,2 Millionen ausgewiesen.

Prognosen einmal übertroffen, andermal verfehlt

Tornos hat damit die Prognosen der Analysten beim Auftragseingang leicht übertroffen, beim Umsatz dagegen klar verfehlt. Die Experten der Bank Vontobel und ZKB schätzten einen Auftragseingang von 43 Millionen Franken bzw. 43,2 Millionen und einen Umsatz von 51 Millionen Franken beziehungsweise 53,2 Millionen. Die ZKB hatte zudem einen Verlust auf Ebit-Stufe von 1,1 Millionen Franken und auf Stufe Reinergebnis von 1,6 Millionen erwartet.

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Ausblick wenig konkret - Gründung in China

Im Ausblick auf das Gesamtjahr 2013 zeigt sich die Unternehmensleitung wenig konkret. Wie es heisst, könne das mittlere Produktsegment heute mittels Produkten aus der Allianz mit Tsugami lediglich in Europa bedient werden. Im Zuge der in 2012 eingeleiteten strategischen Neuorientierung sei in diesem Segment mittelfristig eine deutliche Erhöhung sowohl von Umsatz- wie von Marktanteilen ausserhalb Europas vorgesehen.

Zur Umsetzung dieser Strategie gründet Tornos in China mit einem lokalen Partner ein neues Unternehmen mit dem Ziel, eigene Maschinen für das mittlere Produktsegment entwickeln zu können. Das neue Unternehmen zur Entwicklung und Herstellung von Langdrehautomaten, an dem Tornos 70 Prozent des Kapitals hält, firmiert unter dem Namen Tornos Xi'an Machine Works. Die restlichen 30 Prozent würden von einem industriellen Unternehmer gehalten, der Gründer und Mehrheitseigentümer des Werkzeugmaschinenherstellers XKNC ist. XKNC blicke auf jahrelange Erfahrung in der Zusammenarbeit mit japanischen Herstellern zurück und stellt erfolgreich Produkte auf hohem Qualitätsniveau her.

Dies werde es Tornos erlauben, mit neuen, qualitativ wie preislich wettbewerbsfähigen Produkten im mittleren Segment aufzutreten und sie weltweit anzubieten. Die Präsentation eines ersten Produkts sei noch dieses Jahr vorgesehen.

Zusätzlich kooperiert Tornos mit der Vertriebsorganisation von XKNC in China und eröffnet sich dadurch flächendeckend den Zugang zu Kunden des mittleren Produktsegments. Auf dieser Grundlage und der genannten Entwicklung entsprechend werde das Vertragsverhältnis zwischen Tornos und Tsugami in 2014 enden, wobei die Details zwischen den Parteien noch festzulegen sind, wie es heisst.

(chb/awp)