Der Genfer Bankensoftwareanbieter Temenos profitiert vom Bedürfnis der Banken nach Digitalisierung und Kosteneinsparungen. Nach einem Umsatzplus von 8 Prozent im dritten Quartal und einem guten Start ins vierte Quartal hat das Unternehmen die Prognose für 2016 in die Höhe geschraubt.

Im dritten Quartal hat Temenos 160,8 Millionen Dollar umgesetzt, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Zu konstanten Wechselkursen wäre das ein ein Plus von 9 Prozent. Die Softwarelizenzeinnahmen legten dabei um 5 Prozent zu.

Starkes Momentum bestätigt

Das Geschäft sei im dritten Quartal sehr gut gelaufen, womit sich das starke Momentum bestätigt habe, schreibt Temenos. Trotz hoher Vergleichszahlen sei ein gutes Wachstum erzielt worden. Vom Umsatz blieb zudem auch mehr Betriebsgewinn übrig. Der Betriebsgewinn (EBIT) kletterte um 16 Prozent auf 50,8 Millionen Franken.

Bei den Zahlen wurden einige Effekte herausgerechnet, die in den Ergebnissen gemäss dem Rechnungslegungsstandard IFRS enthalten sind. Es handelt sich dabei beispielsweise um nicht weitergeführte Aktivitäten oder bestimmte Kosten im Zusammenhang mit Übernahmen. Nach IFRS stieg der Umsatz um 11 Prozent auf 160,6 Millionen Dollar, der EBIT um 38 Prozent auf 41,4 Millionen Dollar.

Starke Pipeline

Laut Temenos verlief auch der Start ins vierte Quartal stark. Die Prognose für 2016 hat das Unternehmen deshalb erhöht: Neu erwartet Temenos ein Plus des Non-IRFS-Umsatzes von 12,5 bis 14,5 Prozent zu konstanten Wechselkursen, was einen Jahresumsatz von 621 bis 632 Millionen Dollar ergeben würde. Bisher lag die Schätzung bei 593 bis 612 Millionen Dollar. Der EBIT wird neu auf 184 bis 186 Millionen Dollar veranschlagt, nach 180 bis 185 Millionen Dollar gemäss der alten Prognose.

Auch für 2017 zeigt sich das Unternehmen zuversichtlich: Die Pipeline an Deals mit Banken sei «sehr stark».

(sda/cfr)