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Bieterrennen
Starwood: Chinesen stechen Marriott aus

Piano-Bar im Davoser Sheraton-Hotel: Bald geben die Chinesen den Ton an. Flickr/Sheraton

Ein neuer Mega-Deal ist aufgegleist: Die US-Hotelgruppe Starwood will sich mit dem chinesischen Versicherer Anbang ins Bett legen – statt mit Marriott. Das betrifft auch Schweizer Edelhotels.

Veröffentlicht am 18.03.2016

Im Bieter-Rennen um den Betreiber der Sheraton Hotels hat eine Investorengruppe den US-Konkurrenten Marriott ausgestochen. Die Hotelgesellschaft Starwood teilte am Freitag mit, sie nehme die verbesserte Offerte der Interessentengruppe um den chinesischen Versicherer Anbang an.

Die Chinesen hatten ihr Bar-Angebot zuletzt um zwei auf 78 Dollar pro ausstehender Aktie aufgestockt. Die Offerte ist damit 13,16 Milliarden Dollar schwer. Marriott hatte nur 12,2 Milliarden Dollar geboten. Die Starwood-Aktie legte nach Bekanntwerden des Zuschlags für Anbang um mehr als fünf Prozent zu.

Edle Häuser in der Schweiz betroffen

Zu der von Anbang geführten Investorengruppe gehören die privaten Beteiligungsfonds JC Flowers und Primavera. Anbang hatte 2014 bereits das berühmte Waldorf-Astoria-Hotel in New York gekauft.

Starwood ist die Mutter diverser Hotelmarken, darunter Le Méridien, Westin oder Sheraton. Einige besonders edle Hotels sind auch in der Schweiz. So zählen etwa die drei Sheraton-Hotels in Zürich, das W in Verbier oder das President Wilson in Genf zu den Schweizer Hotels der Starwood-Gruppe. Im Genfer President Wilson befindet sich mit der Royal Penthouse Suite das teuerste Hotelzimmer der Welt – für eine Nacht muss der Gast rund 60'000 Franken hinblättern, wie der «Tages-Anzeiger» schreibt.

(awp/ise/ama)

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