Gute Nachrichten für den Schweizer Tourismus: Trotz der Krise im Fremdenverkehr vertraut die deutsche Hotelgruppe Steigenberger auf den Schweizer Markt und investiert Millionen in ihre drei hiesigen Nobelherbergen. Die Gruppe würde auch gerne expandieren.

Das berühmte Grandhotel Belvédère in Davos werde über den Sommer für 6 Millionen Franken erneuert, sagte Unternehmenschef Puneet Chhatwal am Mittwoch vor den Medien in Zürich. Das Hotel bleibt über für die Zeitdauer der Renovation geschlossen. Spätestens zum Zeitpunkt des Weltwirtschaftsforums (WEF) in im Januar 2014 sollen die Arbeiten vollendet sein.

Die traditionsreiche, 1930 gegründete Gruppe, die heute dem Ägypter Hamed al-Chiaty gehört, vertraut auf das Schweizer Geschäft. Trotz des starken Frankens und des Wegbleibens vor allem deutscher Touristen hält Chhatwal die Schweiz für einen sicheren Markt.

Im Schnitt der letzten Jahre habe Steigenberger in der Schweiz insgesamt Geld verdient. Allerdings hängt es von den nächsten Jahren ab, ob Steigenberger bezüglich der Rentabilitiät ein positives Fazit zieht. Steigenberger setzt auch auf Resort- und Tagungstourismus. Für Steigenberger sei es abseits von Renditevorstellungen auch wichtig, in der Schweiz Standorte zu haben, sagte Chhatwal.

Verhandlungen

Für das in die Jahre gekommene Resorthotel Steigenberger Sportchalet in Gstaad-Saanen soll will die Gruppe in den nächsten Jahren 10 Millionen Franken in die Hand nehmen. Das dritte Hotel der Gruppe in der Schweiz, das Bellerive au Lac in Zürich, ist bereits renoviert worden.

Steigenberger würde auch gerne neue Hotels eröffnen. Man sei auf der Suche nach etwa zwei weiteren Häusern für die im Nobelsegment angesiedelte Steigenberger-Marke, sagte Unternehmenschef Chhatwal.Es gebe Gespräche für einen Standort, genaueres könne er aber nicht sagen.

Auch das Belvédère in Davos, in dem sich während des WEF die politische und wirtschaftliche Elite des Planeten tummelt, würde Steigenberger gerne erweitern. Allerdings hängen solche Entscheidungen vom Eigentümer ab. Steigenberger ist zum Teil nicht Besitzer der Hotels, sondern mietet die Gebäude oder stellt das Management.

Die preisgünstigere Kette Intercity Hotels will Chhatwal ebenfalls in der Schweiz, vor allem im deutschsprachigen Landesteil, etablieren. Diese Hotels befinden bisher nur in Deutschland und Österreich unmittelbar bei grossen Bahnhöfen wichtiger Städte. Man sei in Verhandlungen für zwei Schweizer Standorte, sagte Chhatwal.

(tke/sda)

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