Ein neuer Kapitän drängt auf die Kommandobrücke des Technologiekonzerns OC Oerlikon: Der russische Industrielle Viktor Vekselberg will mit dem Ausbau seiner Beteiligung an Oerlikon das Investorenduo Ronny Pecik und Georg Stumpf entmachten.

Schweizer Industrielle bringen sich jetzt für die Zeit nach Pecik in Stellung. «Ich verfolge die Entwicklungen bei Oerlikon genau», sagt etwa Unternehmer, UBS-Verwaltungsrat und SVP-Nationalrat Peter Spuhler. «Ich bin persönlich mit Renova-VR Thomas Borer verbunden, er ist für mich ein Garant, dass er und Viktor Vekselberg ganz in meinem Sinn ein Unternehmen zum Erfolg bringen. Ein Engagement bei Oerlikon wäre daher sicher prüfenswert.» Allerdings erst, betont Spuhler weiter, wenn sich bei Oerlikon «die Wolken lichten». Sprich: Wenn der Machtkampf zwischen Vekselberg und den Wiener Investoren beendet ist.

Deutlich wird Unternehmer Edgar Oehler: «Grundsätzlich spricht nichts dagegen, bei OC Oerlikon zu investieren, wenn sich Victory zurückzieht», sagt er. Denn: «Diesem Duo würde ich mein Vertrauen nicht schenken. Ganz im Gegensatz zu Viktor Vekselberg, den ich persönlich kenne.»

Ähnlich äussert sich Hans Hess, Unternehmer und Mehrfach-VR, unter anderem bei Geberit und Comet. «Wenn zwei Gruppierungen nicht am gleichen Strick ziehen, ist das nicht gut für die Zukunft des Unternehmens.»