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Möbelbranche
Steinhoff schlägt Stillhalte-Abkommen vor

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Ein Gebäude des süfrikanisch-deutschen Möbelkonzerns Steinhoff. Quelle: Keystone

Der angeschlagene Möbelkonzern bittet seine Kreditgeber um Zahlungsaufschub. Sie schlagen ein Stillhalte-Abkommen vor. Conforama mit Filialen in der Schweiz ist nicht betroffen.

Veröffentlicht am 02.02.2018

Die angeschlagene Conforma-Mutter, der Möbelkonzern Steinhoff, bittet seine Kreditgeber um Zahlungsaufschub für einen Teil seiner Verbindlichkeiten im Europa-Geschäft.

Mit dem Stillhalte-Abkommen mit den Banken will sich das südafrikanisch-deutsche Unternehmen bis Ende Juni Luft verschaffen, um seine Finanzen zu ordnen, das operative Geschäft zu stabilisieren und strategische Optionen auszuarbeiten. Im Gegenzug werde Steinhoff wahrscheinlich bis zum 30. Juni auf alle Dividenden-Zahlungen verzichten, hiess es in einer Mitteilung vom Freitag.

Der Vorstand sei zuversichtlich, dass die Banken auf diesen Vorschlag eingingen, eine Garantie dafür gebe es aber nicht, erklärte Steinhoff in Stellenbosch bei Kapstadt.

Conforama nicht betroffen

Allein in diesem Jahr werden rund zwei Milliarden Euro an Verbindlichkeiten fällig, insgesamt ist Steinhoff mit mehr als zehn Milliarden Euro verschuldet.

Zu den neun wichtigsten Kreditgebern des Konzerns mit einem Engagement von jeweils mehr als einer halben Milliarde Euro zählen die Commerzbank und die HVB-Mutter UniCredit. Von der angestrebten Vereinbarung nicht betroffen seien die französische Tochter Conforama und die britische Poundland, das Geschäft in den USA (Mattress Firm) und Australien sowie in Afrika. Dort hatte sich Steinhoff mit den Banken bereits geeinigt. 

(reuters/tdr)

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