80’000 Kleinwarensendungen schwappen mittlerweile täglich aus Fernost in die Schweiz. Innerhalb von fünf Jahren hat sich die Menge der «China-Päckli» damit fast verzehnfacht. Um die Flut an Importsendungen aus dem Ausland auch in Zukunft bewältigen zu können, investiert die Post 70 Millionen Franken in die Anschaffung einer neuen Sortiermaschine.

Die Anlage soll im Frühling 2020 in Zürich-Mülligen in Betrieb genommen werden. «Mit der heutigen Sortierung stossen wir bis 2020 an eine Grenze. Wir können nicht mehr weiter wachsen, ohne Qualitätseinbussen in Kauf zu nehmen», begründet Post-Sprecher Oliver Flüeler auf Anfrage der «Handelszeitung» den Investitionsentscheid. Zeitliche Einschränkungen wolle und dürfe man im ­E-Commerce aber nicht in Kauf nehmen.

Mit der geplanten Automatisierung der Sortierung von Kleinwarensendungen spart der gelbe Riese Personalkosten ein. Denn bislang sortierten die Pöstler in Mülligen die kleinen Importsendungen grösstenteils von Hand. Künftig erledigt eine Maschine diese Arbeit. Deshalb fallen aufgrund der Anschaffung der Anlage dreissig bis vierzig Vollzeitstellen weg. Zu Entlassungen soll es aber nicht kommen: «Wir gehen davon aus, dass der Abbau mit den natürlichen Fluktuationen bis zur Inbetriebnahme erreicht werden kann», sagt Flüeler.

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