Der UBS droht erneut eine Milliardenbusse. Wie aus dem Geschäftsbericht der Schweizer Grossbank hervorgeht, wurden Rückstellungen für Retrozessionen vorgenommen. Über die Höhe der Rückstellungen schweigt sie sich zwar aus. Doch der «Tages-Anzeiger» will erfahren haben, dass es sich dabei um über 1 Milliarde Franken handelt.

Damit nicht genug: Wie aus dem Bericht hervorgeht, dürften im laufenden Jahr überdurchschnittliche Abschreiber wegen Bussen aufgrund von Steuerproblemen mit Deutschland und Brasilien, einem Betrugsverdacht mit Puerto Rico und neuen Libor-Verfahren rund um den Globus bis zu den Rückforderungen von Retrozessionen in der Schweiz in Milliardenhöhe anfallen. 

Sünden der Vergangenheit

Es wäre nicht das erste Mal, dass das Schweizer Finanzinstitut eine Milliardenbusse hinnehmen muss. Im Zuge der Libor-Affäre belegten diverse Aufsichtsbehörden die UBS mit einer Busse in Höhe von 1,4 Milliarden Franken. Grund für die harte Strafe ist laut UBS-Geschäftsbericht das ramponierte Image. «Wir gehen davon aus, dass die US-Behörden bei der Festlegung der Konsequenzen für die UBS die Tatsache berücksichtigt haben, dass in jüngster Vergangenheit in zahlreichen anderen Angelegenheiten schweres Fehlverhalten der UBS festgestellt worden war». 

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Will heissen: Die Sünden der Vergangenheit wurden der UBS im Libor-Skandal zum Verhängnis. 

(muv/se)