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Steueroptimierung à la Google: «Das nennt sich Kapitalismus»

Google-Chef Eric Schmidt zeigt in Sachen Steueroptimierung keine Reue. (Bild: Keystone)

Eric Schmidt kann in der Steuervermeidung nichts Schlimmes erkennen - im Gegenteil: Vielmehr ist der Google-Chef stolz darauf, dass sein Konzern jedes Steuerschlupfloch ausnutzt.

Veröffentlicht am 13.12.2012

Das Thema Steueroptimierung ist zu einem hoch umstrittenen Thema verkommen. Das stört Eric Schmidt allerdings nicht - im Gegenteil: «Wir zahlen Steuern so, wie es das Gesetz vorschreibt», sagt der Google-Chef der Nachrichtenagentur Bloomberg. Und weiter: Er sei stolz auf die Struktur, welche der Internetkonzern implementiert habe. 

Darüber hinaus kündigt Schmidt im Gespräch an, grosse Steuerersparnisse nach wie vor «nicht abzulehnen». Seine Begründung: «Man nennt dies Kapitalismus. Wir sind stolz darauf, kapitalistisch zu sein.»

Hintergrund der Debatte: Im Zuge der Schuldenkrise versuchen Grossbritannien, Frankreich und Österreich unter anderem bei Starbucks und Google höhere Steuern einzutreiben - jedoch ohne Erfolg.

Wie Bloomberg berichtet, konnte Google 2011 Erträge in Höhe von 9,8 Milliarden Dollar durch eine Briefkastenfirma auf die Bermudas schleusen. Auf diese Weise sparte Google gegen 2 Milliarden Dollar an Steuern. 

Während der Google-Chef für die Steueroptimierung keine Reue zeigt, demonstriert  Starbucks mehr Kooperationsbereitschaft. Als bekannt wurde, dass auch das Kaffeehaus kaum Steuern bezahlt, erklärte sich die Starbucks-Führung bereit, dem britischen Fiskus freiwillig mehr Steuern abzuliefern. 

(muv/rcv)

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