Der Druck scheint nachzulassen: Von den 95 Staatsanwälten, die im US-Justizministerium für Steuerangelegenheiten zuständig sind, werden laut «Tagesanzeiger» 25 für ein halbes Jahr in die Provinz versetzt. Drei weitere bekommen demnach andere Aufgaben zugewiesen.

Dem Zeitungsbericht zufolge betrifft der Abbau genau jene Staatsanwälte, die bisher mit Steuerhinterziehungsfällen beschäftigt waren, in die ausländische Banken involviert sind - also Schweizer Banken.

Zwar habe ein Sprecher des Ministeriums gegenüber der Nachrichtenagentur Bloomberg betont, dass die Fälle weiter verfolgt würden. Doch «wenn nun so viele Spezialisten abgezogen werden, brauchen die hängigen Fälle mehr Zeit», zitiert der «Tagesanzeiger» den US-Rechtsanwalt Jeffrey Neiman, der noch als Staatsanwalt federführend im Fall UBS war.

William Sharp, Steueranwalt mit zahlreichen Kunden in der Schweiz, sagt gar: «Die laufenden Untersuchungen gegen Schweizer Banken, Banker und Kunden werden stark gebremst.»

Aus gut unterrichteten Kreisen in Bern heisst es derweil dem Bericht zufolge, dass die Verhandlungen zwischen der Schweiz und den USA im Steuerstreit in eine entscheidende Phase getreten sind. Womöglich wolle die US-Justiz daher ein hartes Vorgehen vermeiden, um eine mögliche Einigung nicht zu torpedieren.

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(tno/vst)