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Steuerstreit beendet: BCV-Aktie steigt

Die Banque Cantonal Vaudoise hat sich mit den US-Behörden geeinigt. Das Steuerstreit-Dossier ist damit beendet, die Busse über Rückstellungen gedeckt. Investoren reagieren mit Kauflust.

Veröffentlicht am 28.12.2015

Die Banque Cantonale Vaudoise hat am Abend vor Weihnachten bekannt gegeben, dass sie den US-Steuerstreit gegen eine 41,7 Millionen US-Dollar beigelegt hat. Die Busse habe keine Auswirkungen auf das Ergebnis des laufenden Geschäftsjahres, hiess es, die Zahlung sei durch bestehende Rückstellungen vollständig gedeckt. Auch auf die Dividendenpolitik werde die Busse keine Auswirkungen haben.

Die BCV-Aktie reagiert am Montag, dem ersten Handelstag nach Abschluss des Falls, mit deutlichen Kursgewinnen auf die News und notiert gegen 11 Uhr 2,4 Prozent höher bei 623,50 Franken (SPI -0,04 Prozent). Laut den Analysten der Bank Vontobel dürfte die BCV für den US-Fall rund 65 Mio Franken zurückgelegt haben, dies inklusive Anwaltskosten etc. Mit dem Abschluss des US-Falls sei nun der Weg für eine Dividendenerhöhung offen.

Hohe Aktienbewertung

Für das Geschäftsjahr Jahr 2015 erwarten sie eine Dividendenzahlung von 33 Franken (VJ 32 Franken), was einer Rendite von 5,4 Prozent (Basis Schlusskurs 23.12.) entsprechen würde. Insgesamt könnte die Westschweizer Kantonalbank die Dividende für die nächsten Jahre aufgrund der starken Kapitalsituation etwas mehr erhöhen als bisher angenommen, heisst es weiter.

Die Bewertung der Aktie sei allerdings hoch, entsprechend wird das Rating bei «Neutral» belassen. Die attraktive und gesicherte Dividendenrendite unterstütze allerdings die Aktienkursentwicklung weiterhin. Noch optimistischer zeigt sich derweil Safra Sarasin, die ihr Anlagerating 'Buy' für die BCV-Aktie nach der US-Einigung bestätigt.

(awp/ise)

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