Die Liechtensteinische Landesbank (LLB) steht in Verhandlungen mit den US-Behörden, um ein Strafverfahren wegen unversteuerten Geldern auf ihren Konten zu vermeiden. Das bestätigte ein Sprecher der LLB am Freitag gegenüber der Nachrichtenagentur Bloomberg: «Wir verhandeln mit den USA und wir kooperieren», sagte der Sprecher gemäss der Agenturmeldung.

Wie bereits am Vortag in der Presse gemeldet, hat die LLB den US-Behörden Details zu ihrem Geschäft mit US-Kunden geliefert, wie dies weitere beschuldigte Schweizer Banken ebenfalls getan haben. Daraus gehe hervor, dass von Vermögen von US-Kunden über 795 Millionen Dollar in der gesamten LLB-Gruppe weniger als 4 Prozent korrekt deklariert waren.

LLB Schweiz im Visier der IRS

Der Grossteil der Gelder - nämlich 692 Millionen Dollar - stecke in Stiftungen und Scheingesellschaften. Die LLB Schweiz gehört zu den elf Schweizer Banken, die im Visier der US-Steuerbehörden stehen.

Am vergangenen Wochenende hatte der «Tages-Anzeiger» ausserdem berichtet, dass die Liechtensteiner Steuerbehörden dem Druck der US-Staatsanwälte nachgegeben und eine Gruppenanfrage beim Mutterhaus LLB zugelassen hätten. Damit kämen die USA nicht nur zu Informationen über US-Kontoinhaber in Liechtenstein, sondern erhielten auch die Namen der wirtschaftlich Berechtigten, die hinter den Stiftungen stünden und über ein Konto bei der LLB verfügten, so die Zeitung.

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(aho/awp)