Die Fine Art Zurich - früher unter dem Namen Kongresshausmesse bekannt - zeigt jeweils im Herbst mit Kunst, Antiquitäten, Kunsthandwerk und Design die Vielfalt eines spannenden und dynamischen Markts. Dazu gehören hochwertige Art-déco-Möbel ebenso wie antike Juwelen. Neben aussereuropäischer, insbesondere asiatischer, afrikanischer und ethnographischer Kunst wurden in den letzten Jahren vermehrt Möbel und Design aus der Zeit von Art déco, Bauhaus und aus späteren Epochen in das Messeangebot aufgenommen. Ein besonderes Highlight ist in diesem Jahr die Sonderschau «Schweizer Design - Klassiker der Zukunft» des Museums für Gestaltung Zürich.

Zu den wichtigen Neuerungen gehört die Verstärkung durch eine Reihe international bedeutender Aussteller im Bereich der Klassischen Moderne und der Gegenwart - darunter Hagemeier, Frankfurt, J & P Fine Art, Zürich, Galerie Ziegler SA, Zürich, das Kunsthaus Bühler, Stuttgart, sowie die Galerie Française, München.

Schweizer Design im Fokus

In einer Sonderschau zeigt das Museum für Gestaltung Zürich hochkarätiges Schweizer Design. Dabei konzentriert sich die Ausstellung auf das Zusammenspiel zweier auf den ersten Blick völlig unterschiedlicher Themen - und zwar von Stühlen und Plakaten. Auf den ersten Blick haben diese nicht viel gemeinsam, denn Möbeldesign folgt völlig anderen Gesetzmässigkeiten als grafische Gestaltung. Während das Plakat eine konkrete Botschaft vermittelt, ist der Stuhl zweckdienlich. Trotzdem gelten sowohl das Plakat als auch der Stuhl als Königsdisziplin ihres Fachs: Jeder Grafiker möchte ein Plakat, jede Möbeldesignerin einen Stuhl entwerfen, um die Qualität seiner oder ihrer Arbeit unter Beweis zu stellen. Wie kaum ein anderes Designobjekt zeugen Stühle und Plakate vom Stil der Zeit, vom Stand der Technik und nicht zuletzt von der Persönlichkeit des Gestalters. Um einen neuen Stuhl oder ein neues Plakat zu entwerfen, sind Kenntnis der Tradition und Innovationsgeist nötig. An ihnen lässt sich Designgeschichte besonders gut nachvollziehen. Aus diesem Grund stellt das Museum für Gestaltung einander 20 ungleiche Paare aus 100 Jahren Designgeschichte der Schweiz gegenüber. Das Zusammenspiel der Paare ergibt sich daraus, dass sie aus derselben Epoche stammen, denselben Stil haben oder dass sie formale Analogien und gemeinsame Referenzen teilen.

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Miteinander der Epochen

Die Vielfalt des hochstehenden Angebots hebt die Fine Art Zurich von anderen Veranstaltungen dieser Art ab. Für Sammlungsbereiche wie die Kunst des 20. Jh. werden dieselben Qualitätskriterien angewendet wie für die seit Langem gepflegten Bereiche Antiquitäten, aussereuropäische Kunst, Grafik, Schmuck, Art déco, Teppiche, Porzellan etc. Stimmt die Qualität, können Stücke quer durch die Jahrhunderte kombiniert werden. Régine Giroud, Präsidentin der Fine Art Zurich und des Verbands Schweizerischer Antiquare und Restauratoren (VSAR), ist überzeugt: «Qualität bietet die Grundlage für einen bestimmenden Trend unserer Zeit, den Stilmix. Wer mit dem Zeitgeist geht, lebt mit einer Mischung aus Antiquitäten und zeitgenössischem Design. Dieses faszinierende Miteinander gilt als Inbegriff von Eleganz und verfeinertem Lebensstil. Längst propagieren Innenarchitekten und Designer das Miteinander verschiedener Epochen.» Ein Grundsatz, der sich an der Fine Art Zurich leicht überprüfen lässt, hat doch die Messe immer schon Vergangenes mit Heutigem verbunden.

Über die Echtheit und Originalerhaltung des Ausstellungsgutes wacht eine strenge, unabhängige Jury. Die Zusammenarbeit mit dem Londoner Art Loss Register (ALR) bietet den Messebesuchern durch die Überprüfung des Ausstellungsgutes mit Hilfe ihrer umfangreichen Kunstdiebstahlsdatenbanken zudem ein Höchstmass an Sicherheit.