Der einflussreiche Stimmrechtsberater Hermes geht nach dem erneuten Chefwechsel bei der Deutschen Bank mit Verwaltungsratschef Paul Achleitner hart ins Gericht. Achleitner sei Antworten schuldig, sagte Hermes-Chef Hans-Christoph Hirt am Montag.

«Die Ernennung von Christian Sewing ist der dritte Chefwechsel während seiner sechsjährigen Amtszeit. Warum musste jetzt ein neuer Chef ernannt werden?», fragte Hirt.

Zu viele Wechsel

Unter Achleitner habe es eine Reihe von Kurswechseln bei dem Geldhaus gegeben. «Was bedeutet der Chefwechsel für die Strategie der Bank, insbesondere die Investmentbank, und ihre Umsetzung?» Auch im Aufsichtsrat sei es unter Achleitner zu vielen Wechseln gekommen. «Funktioniert der Nominierungsprozess?» Er erwarte noch vor der Generalversammlung Ende Mai Antworten, sagte Hirt.

Die britische Hermes berät grosse Pensionskassen und andere institutionelle Anleger vor allem aus dem angelsächsischen Raum unter anderem zu ihrem Stimmverhalten auf Generalversammlungen. Hirt meldet sich auf den Aktionärstreffen auch häufig selbst zu Wort.

(sda/gku/mbü)