«Wir sind zuversichtlich, dass die Geschäfte in diesem Winter anziehen», sagt Sepp Odermatt, Leiter Marketing des Wolhuser Skiherstellers Stöckli. «Die Konsumenten haben einen Nachholbedarf.» Denn in der vergangenen Skisaison liefen die Verkäufe mehr schlecht als recht. «Wir sind mit einem hellblauen Auge davon gekommen», bestätigt Odermatt.

Damit steht Stöckli besser da als der österreichische Produzent Fischer. CEO Gregor Dietachmayr rechnet mit einem «extrem harten Winter». Das Ende Februar 2008 ablaufende Geschäftsjahr werde Verluste bringen.
Auch die Vorausbestellungen liegen laut Dietachmayr in fast allen Absatzmärkten deutlich hinter den Erwartungen – mengenmässig 32% und wertmässig über 27%. Im schlimmsten Fall sei 2007 mit einem Bestellrückgang von 27% zu rechnen.
Odermatt ist überzeugt, dass es Stöckli besser ergeht. «Wir sind anders positioniert als unsere Mitbewerber. Die Geschäfte sind deshalb nicht vergleichbar», sagt Odermatt. Stöckli beliefere den Handel nur selektiv. Das heisst: Stöckli liefert an 31 Sportfachhändler in Schweizer Bergdestinationen. Zusätzlich verkauft das Schweizer Traditionshaus (gegründet 1935) seine Skis auch in sieben eigenen Filialen.

40 Prozent gehen ins Ausland

Das Familienunternehmen mit 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter exportiert zudem in 32 Nationen und verkauft dort – ausser in Deutschland – die Skis aber über Importeure und arbeitet nicht direkt mit dem Sportfachhandel zusammen. Pro Jahr verkauft Stöckli 50000 Paar Skis, 40% im Ausland.
Die Strategie scheint aufzugehen: «Der Verkauf ist in der vergangenen Wintersaison vor allem im Flachland eingebrochen», stellt Odermatt fest. Und die Aussichten für den Winter sind gut. Marketingchef Odermatt: «Wir brauchen früh kaltes Wetter und Niederschläge in Form von Schnee.»

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