Das Finanznachrichten-Portal «Inside Paradeplatz» zitiert aus einem anonymen E-Mail, das angebliche Details zu den Vorgängen bei der Bank Wegelin nennt.

«Kopf hinter der USA Strategie war ganz klar Christian Hafner», heisst es etwa über den Zürich-Chef von Wegelin. Von Wegelin-Rechtschef David Zollinger ist als «interne Kompetenzstelle für das ganze US Geschäft» die Rede. Dies beiden Top-Kader seien über die Details der US-Strategie informiert gewesen und hätten sie umgesetzt.

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«Indside Paradeplatz» spekuliert, dass es sich bei dem Anonymous um einen Ex-Wegelin-Banker mit Rachegelüsten handeln könnte, der in US-Haft war und danach mit den Amerikanern kooperierte.

Konkret ist von einem einem Banker die Rede, der 2005 von der Bank Vontobel zu Wegelin gestossen war und ein kleines Team für US-Offshore-Kunden aufbaute. Einer seiner Geschäftspartner sei in einen US-Geldwäscherei-Fall verwickelt gewesen. Dessen Frau habe den Wegelin-Mann dann in eine Falle gelockt, so «Inside Paradeplatz». Um seine eigene Strafe zu mildern, habe der Mann dann mit den USA kooperiert. Belege, dass es sich bei dem anonymen Mail-Schreiber um diese Mann handelt, gibt es jedoch nicht.

Allerdings könnte der Informant von grosser Bedeutung gewesen sein. «Aus Wegelin-Kreisen ist zu vernehmen, dass zentrale Vorwürfe in der US-Anklage gegen die drei Wegelin-Banker, die vor vier Wochen den Auftakt zur Jagd auf die Bank war, nur vom Wegelin-Kronzeugen stammen könnten», schreibt das Portal. Vieles davon würde noch auf den Kritiker zurückfallen.

(tno/chb)