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Strafanzeige gegen KKW Gösgen und Leibstadt

Abendstimmung beim Kernkraftwerk Leibstadt. (Bild: Keystone)

Vorwurf der Urkundenfälschung: Mit unkorrekten Bilanzen und Erfolgsrechnungen sollen sich die beiden Kernkraftwerke Gösgen und Leibstadt unrechtmässige Vorteile erschlichen haben.

Veröffentlicht am 04.01.2013

Der Trinationale Atomschutzbund (TRAS) und Greenpeace Schweiz werfen den Betreibern der Atomkraftwerke Gösgen SO und Leibstadt AG Urkundenfälschung vor. Sie haben deshalb im Dezember bei der Bundesanwaltschaft Strafanzeige eingereicht.

Das Kernkraftwerk Gösgen (KKG) und das Kernkraftwerk Leibstadt (KKL) sollen in ihren Bilanzen und Erfolgsrechnungen ihre Vermögens- und Ertragslage nicht korrekt dargestellt haben. Daraus sei ein unrechtmässiger Vorteil in Form von zu niedrigen Strompreisen entstanden, hält die Strafanzeige fest.

Kostenwahrheit gefordert

Vor den Medien in Bern erklärten die beiden Organisationen, dass sie von den AKW-Betreibern Kostenwahrheit forderten und das diese dem Verursacherprinzip nachleben müssten.

In den Bilanzen der Werke seien insgesamt über 1,8 Milliarden Franken aktiviert, die nicht werthaltig seien. «Zweck dieser Manipulation ist es offensichtlich, die Nachsorgekosten der Bundeskasse und den Steuerpflichtigen anzulasten», schreiben Greenpeace und TRAS.

«Die AKW schieben eine Schuld von 11,5 Milliarden Franken vor sich her», sagte alt Nationalrat Rudolf Rechsteiner (SP/BS).

Nach den Erfahrungen mit der Swissair und der UBS, die die Steuerzahlenden viel Geld gekostet hätten, sei bei den AKW der Zeitpunkt noch nicht verpasst: "Heute können die Verursacher die Rechnung noch begleichen", erklärte Finanzmarktexperte Kaspar Müller.

(vst/sda)

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