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Strafrechtliche Ermittlungen in Barclays-Affäre

Ex-Barclays-Chef Bob Diamond. Die SFO hat ein Ermittlungsverfahren in der Libor-Affäre eingeleitet. (Bild: Keystone)

Der Chef der englischen Behörde Serious Fraud Office hat in der Libor-Affäre ein Ermittlungsverfahren aufgenommen. Mittlerweile stehen noch weitere Grossbanken in den USA und Europa im Visier der Aufs

Veröffentlicht am 06.07.2012

Die Affäre um gefälschte Zinssätze bei der britischen Grossbank Barclays und möglicherweise bei anderen Banken wird nun auch strafrechtlich aufgearbeitet. Das teilte die zuständige Behörde Serious Fraud Office (SFO) mit.

Der Chef der Behörde, David Green, habe ein Ermittlungsverfahren in dem Fall offiziell aufgenommen.

Barclays muss den Aufsichtsbehörden in den USA und Grossbritannien 290 Millionen Pfund (rund 415 Millionen Franken) zahlen, weil Händler der Bank den Liborsatz manipuliert hatten.

Der Libor ist der Zinssatz, zu dem sich Banken untereinander Geld leihen. Er wird aber auch als Referenzzins etwa für den Derivatehandel oder für Kreditgeschäfte herangezogen.

18 Banken ermitteln Libor

Die Aufsichtsbehörden haben auch weitere Grossbanken in Europa, den USA und in Asien im Visier, darunter auch die Deutsche Bank und die Schweizer Schwergewichte UBS und Credit Suisse.

Der Liborsatz wird durch Zinsmeldungen von 18 Banken ermittelt, so dass eine Bank alleine - theoretisch - nicht erfolgreich manipulieren kann.

(aho/chb/tno/sda)

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