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Logistik
Strategische Führung von Panalpina gerät unter Druck

Peter Ulber, Verwaltungsratspräsident Panalpina.
Peter Ulber, Verwaltungsratspräsident Panalpina: «Es gibt keinen Konflikt.»Quelle: ZVG

Beim Transport- und Logistikkonzern beginnt im Aktionariat das grosse Murren. Es gebe ein Governance-Problem, heisst es.

Von Marc Badertscher
am 11.04.2018

Beim Logistikunternehmen Panalpina nimmt die Unzufriedenheit im Aktionariat zu. Investoren kritisieren, dass die strategische Führung von Panalpina nicht alle Optionen prüfe. «Panalpina hat ein Governance-Problem», sagt David Samra vom zweitgrössten Aktionär Artisan Partners gegenüber der «Handelszeitung». Die jetzige Struktur verhindere, dass Aktionäre und die Kapitalmärkte eine konstruktive Rolle spielen könnten. Auch andere Aktionäre teilen diese Meinung.
 
Panalpina wird dominiert von der Ernst Göhner Stiftung, welche bisher den Alleingang befürwortete. «Die Unabhängigkeit sollte nicht Selbstzweck sein», sagt Samra. Es müsse darum gehen, die Firma mit welchen Mitteln auch immer in eine bessere Zukunft zu führen. Panalpina habe Marktanteile verloren, es habe Entlassungen gegeben. «Das ist für alle Stakeholder schlecht, sowohl für Aktionäre inklusive der Stiftung wie auch für die Arbeitnehmer», sagt Samra.

 

Weiterhin unabhängig

 
Verwaltungsratspräsident Peter Ulber erklärt, es gehöre selbstverständlich zu den Aufgaben eines Verwaltungsrates, die Ausrichtung des Unternehmens unter sich verändernden Bedingungen zu beurteilen. Gegenwärtig sei entschieden, dass Panalpina so aufgestellt werde, dass die Firma erfolgreich und unabhängig agieren und wachsen könne.

 

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