Für den Zahnimplantatehersteller Straumann ist eine Fusion mit dem Branchennachbarn Nobel Biocare derzeit kein Thema. «Wir haben alles, was wir brauchen: exzellente Produkte und Dienstleistungen sowie eine internationale Präsenz», sagte Straumann-CEO Beat Spalinger im Interview mit der «Finanz und Wirtschaft». Und weiter: «Insofern wären die Synergien limitiert, zumal vielerorts wettbewerbsrechtliche Hürden einer Fusion im Wege stünden.»

Als weltgrösster Implantathersteller setze Straumann auf Eigenständigkeit, so Spalinger weiter. «In unserem Aktionariat haben wir das Glück, über Investoren zu verfügen, die ebenfalls eine klar langfristige Perspektive verfolgen und unser Wachstum mitzutragen bereit sind.» Fakt sei allerdings, dass im Markt in Sachen Konsolidierung viel laufe.

Im Rahmen der «Vision 2020» sieht Spalinger das Unternehmen auf Kurs, um sich von einem Hardwarespezialisten zu einem Software- und Serviceanbieter zu wandeln. Diese Entwicklung sei nichts Aussergewöhnliches und spiele sich auch in anderen Branchen ab. Straumann habe die Ressourcen, um den Transformationsprozess nicht nur mitzumachen, sondern auch mitzugestalten, so der CEO.

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(muv/jev/awp)