Die Geschäfte des Dentalimplantat-Herstellers Straumann haben sich im ersten Halbjahr 2014 in dem vom Management erwarteten Rahmen entwickelt. Der Umsatz stieg im Vorjahresvergleich um 1,2 Prozent auf 359,1 Millionen Franken. In Lokalwährungen (LW) betrug der Zuwachs 4,6 Prozent. Der Bruttogewinn erreichte 283,4 Millionen (+2,6 Prozent), die Marge verbesserte sich um 1,1 Prozentpunkte (PP) auf 78,9 Prozent.

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Ebit stieg überproportional

Der Ebit stieg überproportional um 32 Prozent auf 75 Millionen Franken und der Reingewinn um 28 Prozent auf 68,7 Millionen. Die Ebit-Marge verbesserte sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 4,9 Prozentpunkte (PP) 20,9 Prozent, wie Straumann mitteilt. Gegenüber dem Ebit im Vorjahr ohne Sondereffekte (Restrukturierungskosten von 13 Millionen und geringere Pensionskassenverpflichtungen von 7 Millionen) von 62,3 Millionen betrug der Anstieg 14 Prozent und die Marge verbesserte sich um 3,3 PP.

Trotz negativer Währungseffekte habe die Rentabilität dank des «Operating Leverage»-Effekts und der nunmehr vollen Auswirkungen der im letzten Jahr eingeführten Kostensenkungsmassnahmen deutlich verbessert werden können, so die Mitteilung weiter. Alle Regionen hätten im ersten Halbjahr ein Wachstum in Lokalwährungen ausgewiesen, wobei Asien/Pazifik und Nordamerika fast zwei Drittel des Gesamtwachstums beigesteuert hätten. Wie erwartet habe sich nach einem starken ersten Quartal das Umsatzwachstum im zweiten Quartal aufgrund der Ostertage verlangsamt, so das Communiqué.

Prognosen übertroffen

Mit den vorgelegten Zahlen wurden die Prognosen der Analysten beim Umsatz getroffen mit dem Ebit und Konzerngewinn aber übertroffen. Von AWP befragte Analysten haben im Durchschnitt (AWP-Konsens) einen Umsatz von 359,2 Millionen Franken, einen Ebit von 72,5 Millionen und einen Reingewinn von 64,6 Millionen erwartet.

«Mit neuen Marketingansätzen und innovativen Lösungen konnten wir weitere Kunden gewinnen, und wir sind jetzt während fünf aufeinanderfolgenden Quartalen schneller als der Markt gewachsen», wird CEO Marco Gadola in der Mitteilung zitiert. «Mit starken Volumensteigerungen und dank der nunmehr vollen Auswirkungen unserer Massnahmen zur Kostensenkung haben wir die versprochenen Rentabilitätsverbesserungen klar erreicht», so der CEO weiter. Bei den strategischen Zielen, ins Value-Segment vorzudringen und die Innovationsführerschaft zu verteidigen, seien zwar Fortschritte gemacht worden. Dennoch müsse noch mehr geleistet und weiter investiert werden, um die mittelfristigen Wachstumsziele zu erreichen.

Übernahme von chinesischen Vertriebsaktivitäten

In China hat Straumann im Juli eine Vereinbarung zur Übernahme der Vertriebsaktivitäten der Beijing Finest Medical Group (BJFM) unterzeichnet, mit der seit 2003 als einzigem Vertriebspartner zusammengearbeitet wird. Im Rahmen der Vereinbarung werde Straumann einen fixen Kaufpreis von 9 Millionen Franken an BJFM bezahlen und je nach Geschäftsentwicklung zusätzlich einen variablen Anteil von bis zu etwa 18 Millionen entrichten, heisst es weiter.

Jahresumsatzwachstum erwartet

In Anbetracht der Entwicklung im ersten Halbjahr und der erwarteten positiven Entwicklung des Dentalimplantat-Marktes hat das Management die Guidance für das Gesamtjahr bestätigt. So wird unverändert von einem Jahresumsatzwachstum im niedrigen einstelligen Bereich (in LW) ausgegangen. Zudem soll die Betriebsgewinnmarge erhöht werden. Mittelfristig werde ein «solides Wachstum und eine weitere Verbesserung der Betriebsmarge» angestrebt.

(awp/chb)