Der Dentalimplantat-Hersteller Straumann hat im Geschäftsjahr den Umsatz erhöht und den Betriebs- sowie Reingewinn überdurchschnittlich gesteigert. Im Berichtsjahr wuchs der Umsatz um 4,5 Prozent auf 710,3 Millionen Franken. In Lokalwährungen (LW) betrug der Zuwachs 6,4 Prozent und organisch ebenfalls 6,4 Prozent. Der Bruttogewinn erreichte 558,7 Millionen und lag damit um 4,2 Prozent über Vorjahr.

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Der Betriebsgewinn (EBIT) stieg überdurchschnittlich um 28 Prozent auf 148,3 Millionen Franken und die entsprechende Marge verbesserte sich um 3,9 Prozentpunkte auf 20,9 Prozent. Der Reingewinn wuchs ebenfalls überproportional um 56 Prozent auf 157,8 Millionen. Der Free Cash-Flow sank hingegen auf 128,4 Millionen von 139,2 Millionen. Der Verwaltungsrat schlägt der Generalversammlung die Ausschüttung einer unveränderten Dividende von 3,75 Franken je Aktie vor.

Personalabbau führte zu Einsparungen von 9 Millionen

Im Vorjahr fielen noch Sondereffekte an – unter anderem ein Aufwand für Kostensenkungs- und Reorganisationsmassnahmen von 17 Millionen Franken. Der Personalabbau hatte damals aber gleichzeitig zu Einsparungen von 9 Millionen geführt, so dass der Nettoeffekt 8 Millionen betrug.

Straumann hat im Berichtsjahr mit der Umsatzentwicklung in LW und der EBIT-Marge im Rahmen die eigene Guidance erfüllt, die zuletzt Ende Oktober anlässlich der Präsentation des Q3-Abschlusses abgegeben wurde. Die Erwartungen von Analysten wurden hingegen teils deutlich übertroffen. Analysten hatten (gemäss AWP-Konsens) mit einem Umsatz von 704 Millionen Franken, einem EBIT von 146 Millionen und einem Reingewinn von 132 Millionen gerechnet.

Management rechnet mit globaler Erholung

Für das laufende Jahr erwartet das Management laut Mitteilung, dass sich der weltweite Implantatmarkt 2015 weiter erholen und dass das Unternehmen ein organisches Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich erzielen wird. Der in Schweizer Franken ausgewiesene Umsatz werde von den jüngsten Wechselkursturbulenzen jedoch beeinträchtigt werden.

Die Gruppe werde aber versuchen, ihre Investitionen gleichmässig auf die Wachstumsmärkte und andere strategische Projekte zu verteilen. Gleichzeitig würden umfangreiche Massnahmen ergriffen, um die Folgen der Frankenaufwertung zu mildern. Hierzu zählten Lohnkürzungen in der Schweiz sowie strikte Anstellungs- und Reiserestriktionen. Dies werde dem Unternehmen helfen, 2015 das Ziel einer Ebit-Marge von mindestens 20 Prozent (organisch) zu erreichen. Dabei wird davon ausgegangen, dass sich die Wechselkurse mehr oder weniger auf dem Niveau der letzten Wochen halten.

Ende des Berichtsjahres beschäftigte das Unternehmen 2'387 (VJ 2'217) Mitarbeiter.

(awp/moh)