Trotz Frankenstärke und harter Konkurrenz hat der Zahnimplantatehersteller Straumann im laufenden Jahr in Europa seine Verkäufe steigern können. Das organische Wachstum in der für die mit einem Umsatzanteil von gegen 50 Prozent wichtigsten Marktregion belief sich auf 5,4 Prozent.

Die positive Geschäftsentwicklung der Vormonate habe sich auch im dritten Quartal bestätigt, wird Straumann-Chef Marco Gadola denn auch im Communiqué zitiert. Weil wegen der Währungssituation und Billiganbietern aber die Preise gesenkt werden mussten, resultiert in Franken gerechnet von Januar bis September dennoch ein 4,7 Prozent tieferer Europa-Umsatz. Im dritten Quartal alleine betrug das Minus indes nur noch 1,0 Prozent, was auf eine Stabilisierung der Situation hindeutet.

Wachstum auch ohne Zukauf

Weltweit hat Straumann in den ersten neun Monaten des Jahres 585,3 Millionen Franken umgesetzt, 11,8 Prozent mehr als in der gleichen Periode des Vorjahres. Darin spiegelt sich aber auch die Akquisition der brasilianischen Neodent wieder. Selbst ohne diese käme Straumann gemäss Medienmitteilung aber auf ein organisches Umsatzwachstum von 8,6 Prozent.

Mit Neodent wurde der Umsatz in Lateinamerika in Lokalwährungen gerechnet mehr als vervierfacht. Die wachsende Bedeutung dieses Marktes - immerhin stammen nun schon etwas mehr als 10 Prozent des Umsatzes aus Ländern in Südamerika - schlägt sich auch im Management von Straumann nieder: So wird Matthias Schupp, der Chef von Neodent, ab Anfang des kommenden Jahres Mitglied der Geschäftsleitung sein.

(sda/dbe/chb)