Der Dentalimplantat-Hersteller Straumann ist seinem Ruf als Wachstumsunternehmen gerecht geworden. Die Basler steigerten ihren Umsatz im dritten Quartal zweistellig. Treiber waren vor allem Asien und Nordamerika. Vor diesem Hintergrund erhöht das Management sein Umsatzziel bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr.

Insgesamt stieg der Umsatz im dritten Quartal um 19 Prozent auf knapp 308 Millionen Franken, wie Straumann am Dienstag mitteilte. Organisch, also ohne Akquisitionen, betrug das Wachstum 18 Prozent. Straumann schloss damit nahtlos an die Wachstumsraten des ersten Halbjahres an.

In den ersten neun Monaten nahm der Umsatz so um gut 23 Prozent auf 989 Millionen Franken zu, wobei darin ein Akquisitionseffekt von fünf Prozentpunkten enthalten ist.

China treibt Asien

In der wichtigsten Konzernregion EMEA, worunter Straumann die Märkte in Europa, im Nahen Osten sowie Afrika zusammenfasst, stieg der Umsatz im dritten Quartal um 14 Prozent (in Franken) auf 122 Millionen. Noch stärker um 29 Prozent auf 93,2 Millionen nahm der Absatz in Nordamerika zu.

Zum Plus steuerte auch die früher übernommene US-Firma ClearCorrect einen Teil bei. Der Hersteller von transparenten Zahnschienen verzeichnete gemäss Finanzchef Peter Hackel im dritten Quartal ein «dynamisches» Wachstum.

Das stärkste Wachstum verbuchte Straumann mit über einem Drittel auf 61,3 Millionen Franken in der Region Asien/Pazifik, wobei China gemäss Hackel der stärkste Wachstumsmotor war. In Lateinamerika nahm der Umsatz dagegen aufgrund der ungünstigen Währungssituation um 6,4 Prozent auf 31 Millionen ab.

Das Implantatgeschäft, der grösste Geschäftsbereich der Gruppe, trug in den ersten neun Monaten mehr als die Hälfte zum Wachstum der Gruppe bei. Treiber waren die Premium-Lösungen. Das restaurative Geschäft hat gemäss der Unternehmensleitung ebenfalls ein «vergleichbar hohes» Wachstum wie die Implantate erzielt.

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Neue Produkte treiben nächstes Jahr

Ausgehend von den anhaltend starken Resultaten blickt das Management noch zuversichtlicher in Zukunft als bisher. Er erhöhe die Erwartungen für das organische Umsatzwachstum «vom mittleren auf den oberen Zehnprozentbereich», sagte Konzernchef Marco Gadola.

Gadola zeigte sich zudem überzeugt, dass die vor wenigen Wochen vorgestellten neuen Produkte ab dem zweiten Quartal 2019 einen gewichtigen Beitrag zum Umsatz beisteuern werden.

An der Börse legte sich die Euphorie hingegen schnell. Gegen Mittag stand noch ein Plus von 0,4 Prozent zu Buche. Analysten bezeichneten die Resultate dennoch als «stark».

(awp/mlo)