Vor den Sicherheitskontrollen des Hamburger Flughafens bilden sich lange Warteschlagen. Von den rund 20 Sicherheitsschleusen war nur eine besetzt, berichten deutsche Medien.

«Wer nicht umbucht, wird seinen Flieger wohl verpassen», wird eine Flughafensprecherin zitiert. Sie rechne mit einem Umsatzverlust im mittleren sechsstelligen Bereich.

Eigentlich sollten heute 174 gut gefüllte Maschinen die Hansestadt verlassen, heisst es. Nun müssen rund 19'000 Passagiere um ihren Abflug bangen, möglicherweise auf Bahn und Auto umsteigen oder eine weitere Nacht in der Stadt bleiben.

Die Airlines können nicht auf die Passagiere warten, da sie feste Flugpläne haben und zu bestimmten Zeiten an anderen Airports erwartet werden. Verzögern sie ihren Abflug in Hamburg, würde der gesamte Verkehr durcheinander geraten. Gut haben es heute in Hamburg nur ankommende Passagiere. Sie müssen durch keine Sicherheitskontrollen und können den Flughafen rechtzeitig verlassen.

Hintergrund des von Gewerkschaft Verdi ausgerufenen Streiks sind Tarifverhandlungen für rund 600 Luftsicherheitsassistenten. Sie fordern nach Angaben von Verdi-Verhandlungsführer Peter Bremme eine Erhöhung ihrer Stundenlöhne auf 14,50 Euro. Gegenwärtig erhalten sie 11,80 Euro.

(vst/aho)