Die Lokführer der Deutschen Bahn sind auch im Personenverkehr in den Streik getreten. Die Bahn bestätigte in der Nacht, dass der Streik wie geplant am Mittwoch um 2.00 Uhr begonnen habe. Die Lokführer wollen nach einem Aufruf der Gewerkschaft GDL bis Donnerstagabend um 21 Uhr deutschlandweit die Arbeit niederlegen. Millionen Berufspendler, Geschäfts- und Urlaubsreisende sind davon betroffen.

Die Bahn erwartet, dass im Regional- und S-Bahnverkehr 15 bis 60 Prozent der Züge fahren, im Fernverkehr soll es etwa ein Drittel sein. Das Verkehrsunternehmen hat Ersatzfahrpläne aufgestellt.

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Einzelne Verbindungen in der Schweiz betroffen

Nach Angaben der Bahnverkehrsinformation der SBB sind auch einzelne Verbindungen mit der Schweiz betroffen. So fallen die internationalen Züge Zürich-Stuttgart und Zürich-München ab Schaffhausen respektive Bregenz aus, die CityNightLine-Züge fallen ganz aus. Zwischen Zürich und München verkehren Intercity-Busse.

Im Güterverkehr hatte der Streik in Deutschland bereits am Dienstagnachmittag begonnen. Hier wollen die bei der GDL organisierten Lokführer erst am Freitagmorgen wieder die Arbeit aufnehmen.

Mit ihrem Streik - dem siebten im seit zehn Monate andauernden Tarifkonflikt - will die Gewerkschaft die Deutsche Bahn weiter unter Druck setzen. Die 16. Verhandlungsrunde brachte am vergangenen Freitag erneut kein Ergebnis.

(sda/moh)