Der Streik des Personals der Merck-Pharmatochter Merck Serono in Genf hat begonnen. Friedlich besetzten am Mittwoch mehr als hundert Angestellte den Vorplatz beim Sitz des Unternehmens.

Am Dienstag hatte die Führung von Merck Serono mitgeteilt, an den Plänen zur Schliessung des Standorts Genf festzuhalten. In der Stadt an der Rhone werden deshalb 1250 Arbeitsplätze gestrichen - teilweise werden die Stellen nach Deutschland, China oder in die USA verlagert, teilweise werden sie ganz eingespart.

Auf eingebrachte alternative Vorschläge im Rahmen des Konsultationsverfahren zur Schliessung des Standort Genfs ist Merck Serono nicht eingetreten.

Gemäss der Gewerkschaft Unia haben Angestellte sogar von Dienstag auf Mittwoch in Zelten vor dem Firmengebäude übernachtet. Damit hätten sie symbolisch ihrem Ärger Ausdruck verliehen. «Es werden aber keine Leute daran gehindert, das Gebäude zu betreten», sagte Unia-Generalsekretär Alessandro Pelizzari gegenüber der sda. Man versuche einzig, die Leute zum Mitmachen am Streik zu überzeugen.

Die Merck-Serono-Führung habe bekannt gegeben, dass sie keine Störung im Innern des Gebäudes wünsche, sie das Streikrecht der Mitarbeiter aber anerkenne.

(muv/aho/sda)