Der zwei Wochen lange Pilotenstreik kostet Air France mehr Geld als befürchtet. Der Lufthansa-Rivale teilte mit, derzeit von einer Belastung von 500 Millionen Euro auszugehen. Erst im Juli hatte die Konzernmutter Air France-KLM die Prognose für den operativen Gewinn (Ebitda) in diesem Jahr auf 2,2 bis 2,3 Milliarden Euro von zuvor 2,5 Milliarden gesenkt.

Begründet wurde dies mit dem scharfen Wettbewerb bei Langstreckenflügen sowie der schwachen Nachfrage im Frachtgeschäft. Die Kosten für den Streik kommen nun noch hinzu.

Weniger Passagiere

Air France betonte zudem, im September knapp 16 Prozent weniger Passagiere befördert zu haben. Die Buchungen für das vierte Quartal lägen ein bis zwei Prozent unter dem Vorjahresniveau.

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Die Piloten wollten mit den Streiks gegen die Bezahlung und Arbeitsbedingungen bei einer Billigtochter des Unternehmens protestieren, die das Management im Wettstreit gegen Konkurrenten wie Easyjet und Ryanair ausbauen will. Diese setzen den etablierten Fluggesellschaften immer stärker zu und wachsen kräftig.

(reuters/dbe/ama)