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Arbeitskampf
Streik: Kraniche bleiben am Dienstag am Boden

Lufthansa: Der Streik stutzt den Kranichen die Flügel. Keystone

Der Streik geht weiter: Zahlreiche Flieger der Lufthansa heben auch am Dienstag nicht ab. Der Ausfall kostet die Lufthansa rund 20 Millionen Euro pro Tag.

Veröffentlicht am 09.11.2015

Die Flugbegleiter der Lufthansa streiken auch am Dienstag. Der ganztägige Ausstand treffe die Lufthansa-Langstreckenflüge an den beiden Grossflughäfen Frankfurt und München, teilte die Flugbegleiter-Gewerkschaft Ufo am Montag mit. In Düsseldorf werden die Flugbegleiter die Arbeit ebenfalls den ganzen Tag auf der Kurz- und Langstreckenflotte niederlegen.

Der Streik begann am Freitagnachmittag in Frankfurt und Düsseldorf und soll bis Ende der Woche dauern. Am Montag wurden rund 930 Verbindungen annulliert, 110'000 Passagiere sassen fest. Die Lufthansa selbst bietet am Tag üblicherweise 1200 bis 1300 Flüge an, mit den Tochter-Airlines sind es 3000 Verbindungen. Eurowings, Germanwings, Swiss und Austrian Airlines werden jedoch nicht bestreikt.

Hohe Kosten

Der Streik kommt das Unternehmen teuer zu stehen. Auf Basis der Erfahrungen von vorherigen Streiks belaufe sich der tägliche Verlust durch den Ausstand des Kabinenpersonals auf einen deutlich zweistelligen Millionen-Betrag, sagte ein Lufthansa-Sprecher am Montag.

Der konkrete Schaden könne erst in einigen Wochen beziffert werden, wenn feststehe, wie viele Passagiere umgebucht haben oder in einem Hotel untergebracht werden mussten. Analysten schätzen, dass die Lufthansa bei einer Arbeitsniederlegung auf allen Strecken – also auf den Europa- und Überseeflügen – pro Tag rund 20 Millionen Euro Betriebsgewinn einbüsst.

(reuters/ise)

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