1. Home
  2. Unternehmen
  3. Flughafen Frankfurt ist weitgehend lahmgelegt

Warnstreik
Streik lähmt Flugbetrieb in Frankfurt

Informationstafel in Frankfurt: Verdi lähmt den Betrieb.

Der Warnstreik der Gewerkschaft Verdi führt zu erheblichen Einschränkungen an Deutschlands grösstem Flughafen.

Veröffentlicht am 10.04.2018

In Deutschland haben am frühen Dienstag neue Warnstreiks im öffentlichen Dienst begonnen. Am grössten Flughafen des Landes in Frankfurt legten Beschäftige der Flugzeugabfertigung und der Feuerwehr die Arbeit nieder. Auch die Flugsicherheitskontrolle ist betroffen.

Flugreisende müssten sich am Dienstag am Airport Frankfurt ganztägig auf erhebliche Einschränkungen einstellen, sagte ein Sprecher des Flughafenbetreibers Fraport.

Die Gewerkschaft Verdi hatte die Beschäftigten dazu aufgefordert, von 5.00 Uhr bis 18.00 Uhr die Arbeit niederzulegen. Die Lufthansa hat bereits hunderte Flüge gestrichen - wie auch an den ebenfalls betroffenen Flughäfen in München, Köln und Bremen. Insgesamt seien mehr als 800 Verbindungen und 90'000 Passagiere betroffen, sagte eine Lufthansa-Sprecherin. Die Kunden könnten einmalig ihren Flug kostenfrei umbuchen oder im Inland auf die Bahn ausweichen.

Sechs Prozent mehr Lohn gefordert

Verdi will kurz vor der dritten Tarifrunde für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst den Druck erhöhen. Die Gespräche sind am 15. und 16. April in Potsdam. Die Gewerkschaft fordert für bundesweit rund 2,3 Millionen Tarifbeschäftigten sechs Prozent mehr Lohn und Gehalt, mindestens aber 200 Euro pro Monat.

Die Ausstände an den Flughäfen sollen auf Dienstag beschränkt sein. Die Gewerkschaften kündigten bis Freitag allerdings weitere bundesweite Warnstreiks im gesamten öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen an. Betroffen sein sollen unter anderem Kitas, der Nahverkehr und die Güselabfuhr.

Verdi: «Deutliche Signale an die Arbeitgeber»

Der Verdi-Vorsitzende Frank Bsirske verteidigte die Ausstände. «Mit der massiven Ausweitung der Streiks setzen wir in dieser Woche deutliche Signale an die Arbeitgeber», sagte er der Nachrichtenagentur DPA.

(sda/gku/mbü)

Anzeige