Die spanische Luftfahrtgesellschaft Iberia hat wegen eines erneuten Streiks von Sonntag bis Dienstag 127 Flüge gestrichen. Dies entspricht 38 Prozent der geplanten Flüge, wie das Unternehmen am Sonntag mitteilte. 

Die für Touristen wichtigen Verbindungen zu den Kanarischen Inseln und den Balearen seien aber nicht betroffen. Die Pilotengewerkschaft Sepla hatte Ende Januar beschlossen, sich den geplanten Streiks des Kabinen- und Bodenpersonals von Iberia anzuschliessen.

Personal zeigt sich entschlossen

Die Piloten haben seit dem 18. Dezember bereits an mehreren Tagen die Arbeit niedergelegt. Weitere Streiks sind für den 24. und 29. Februar angesetzt. Sepla warnete am Sonntag, dass sie die Streiks verschärfen werde, wenn Iberia keine Verhandlungsbereitschaft zeige.

Die Arbeitsniederlegungen richten sich gegen das Vorhaben Iberias, im März eine neue Billigfluglinie ins Leben zu rufen. Die Tochterfirma Iberia Express soll sich auf Flüge innerhalb Spaniens und Europas spezialisieren, so dass die Muttergesellschaft sich auf die lukrativen Transatlantikrouten konzentrieren kann.

Die Pilotengewerkschaft hält eine solche Auslagerung der Kurz- und Mittelstrecken für illegal, weil sie gegen die Tarifverträge verstosse. Iberia bestreitet dies und will an der Gründung der Tochtergesellschaft festhalten.

(muv/sda)

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