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Streiks im Flugverkehr: Ausfälle in Zürich, Basel und Bern

Am Frankfurter Flughafen wird weiter gestreikt. (Bild: Keystone)

Auf Deutschlands grösstem Flughafen Frankfurt haben rund 200 Vorfeldmitarbeiter ihre Arbeit für weitere 48 Stunden niedergelegt. Auch der Streik bei der spanischen Airline Iberia führt zu Ausfällen un

Veröffentlicht am 20.02.2012

Auf Deutschlands grösstem Flughafen in Frankfurt wird seit Montagmorgen wieder gestreikt. Die rund 200 Vorfeldmitarbeiter legten am frühen Morgen die Arbeit für 48 Stunden nieder, wie der Flughafenbetreiber Fraport bestätigte.

In der Nacht zum Montag hatte die Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) den Streik überraschend um 24 Stunden verlängert. Ursprünglich sollte die Arbeit nur bis am Dienstagmorgen 5 Uhr niedergelegt werden. Nun soll der Ausstand nach GdF-Angaben bis Mittwoch 5 Uhr dauern.

Insbesondere Inlandflüge, aber auch Flüge auf Mittelstrecken etwa innerhalb Europas könnten dem Ausstand zum Opfer fallen. Allein die Lufthansa streicht von Montag- bis Dienstagmorgen rund 200 Starts und Landungen - Langstreckenflüge sollen nach Auskunft eines Sprechers aber nicht betroffen sein.

Auch die Schweiz ist vom Streik erneut betroffen, wie ein Blick auf die Liste der gestrichenen Verbindungen zeigt. Die Swiss strich drei von fünf Verbindungen von Zürich nach Frankfurt. Auf den beiden anderen Flügen wurden laut einer Sprecherin der Airline grössere Maschinen eingesetzt, um Passagiere der ausgefallenen Verbindungen aufnehmen zu können.

Die ebenfalls von einem Streik betroffenene spanische Airline Iberia annullierte zwei von vier Verbindungen zwischen Genf und Madrid. Ab Zürich flog die spanische Airline dagegen zunächst wie geplant nach Madrid und Barcelona.

Mitarbeiter springen ein

Der Flughafen-Betreiber Fraport geht davon aus, dass in den ersten 24 Stunden des Streiks insgesamt bis zu 70 Prozent aller rund 1250 geplanten Flugbewegungen stattfinden können. Er hatte eigens Mitarbeiter geschult, die die Aufgaben von Vorfeldlotsen, Flugzeugeinweisern und Disponenten übernehmen.

Die Gewerkschaft will mit dem Ausstand in der Tarifauseinandersetzung mit Fraport den Druck erhöhen. Sie kritisierte, dass der Betreiber sich nicht bewege.

Fraport sieht dagegen die Gewerkschaft am Zuge und forderte eine Rückkehr an den Verhandlungstisch. Bereits am vergangenen Donnerstag und Freitag hatten die rund 200 Vorfeldmitarbeiter die Arbeit niedergelegt. Allein am Freitag waren dadurch 301 Flüge ausgefallen.

(vst/sda)

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