Der Saatguthersteller Syngenta hat sich im Rechtsstreit um gentechnisch veränderten Mais mit den US-Klägern auf einen Vergleich geeinigt. Demnach soll ein Fonds für die Ansprüche jener Bauern eingerichtet werden, denen durch die Markteinführung der Genmaissorten Viptera und Duracade ein finanzieller Schaden entstand, teilte Syngenta am Dienstagabend mit.

Zum Volumen des Vergleichsfonds machte der Basler Konzern, der im Besitz der chinesischen ChemChina ist, keine Angaben. Genauere Informationen sollen im weiteren Jahresverlauf veröffentlicht werden, nachdem Syngenta und die Kläger den Deal dem zuständigen Gericht vorgelegt hätten, heisst es lediglich.

Millionenschwere Niederlage

Hintergrund der Einigung ist ein Urteil im Juni. Damals gab ein Geschworenengericht im US-Bundesstaat Kansas einer Sammelklage von 7300 Bauern statt. Das Gericht sprach den Farmern fast 218 Millionen Dollar Schadenersatz zu.

Die Kläger warfen Syngenta vor, die Sorte Viptera vorschnell auf den US-Markt gebracht zu haben, bevor China deren Einfuhr erlaubt habe. In der Folge blockierte China den Import von mehreren Millionen Tonnen Mais, weil er Spuren des Genmais Viptera enthalten haben soll. Die US-Bauern beklagten daraufhin den Verlust eines wichtigen Absatzmarktes sowie einen Preisrückgang beim Mais. Die daraus entstandenen finanziellen Schäden bezifferten die Kläger auf 5 Milliarden Dollar. Erst ab Ende 2014 konnte der Genmais nach China exportiert werden. Doch bereits 2011 hatte Syngenta begonnen, in den USA Viptera anzubieten.

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(sda/ise/mbü)