Harter Schlag für die Grossverbraucher aus der Industrie: Die Gasversorger und die Grosskunden in der Schweiz finden «wegen der Komplexität der Verhandlungen» vorerst keine Übereinkunft zu günstigeren Transporttarifen im Gasnetz, wie Max Fritz, Geschäftsführer der IG Energieintensive Branchen, der «Handelszeitung» bestätigt.

Einzelne Fabriken etwa aus der Papierbranche geben heute schon mehr Geld für Gas aus als für Strom – und dies, obwohl sie bereits der starke Franken belastet. Laut Anton Pfister von der Industrievereinigung IG Erdgas hätten etliche grosse Firmen mit einer Einigung Hunderttausende von Franken pro Jahr einsparen können. Zur IG gehören etwa die Ems Chemie, Lonza, Emmi und Coop.

In den Verhandlungen geht es nicht direkt um den Gaspreis, denn Grossverbraucher können schon heute im Ausland einkaufen. In den Augen der Grossverbraucher verlangen die Schweizer Gasversorger in ihrer Rolle als Netzbetreiber jedoch zu viel Geld für die Durchleitung des erworbenen Gases.

Jean-Marc Hensch, Direktor des Verbandes der Gasindustrie, warnt die Industrie allerdings vor übertriebenen Hoffnungen auf Einsparungen: Die Kosten der Durchleitung machten am Gaspreis von Grosskunden nicht viel mehr als 10 bis 20 Prozent aus.

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(tno)