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Gesundheit
Streit zwischen KPT und Genolier landet vor Gericht

KPT gegen Genolier: Dem Rechtsstreit gehen abgebrochene Spitaltarifverhandlungen voraus. Keystone

Die Schweizer Privatklinikgruppe Genolier klagt gegen KPT und beschwert sich bei der Finma. Die Krankenkasse schlägt ebenfalls mit juristischen Bandagen zurück.

Von Laurina Waltersperger
am 18.11.2015

Die Konfrontation zwischen der Krankenkasse KPT und der Privatklinikgruppe Genolier wird nun gerichtlich ausgetragen. «Wir haben lange erfolglos mit KPT verhandelt, nun haben wir Klage beim Kantonsgericht in Lausanne und Beschwerde bei der Finma eingereicht», sagt Genolier-Chef Beat Röthlisberger. In der Klage ersucht Genolier das Gericht um «vorsorgliche Massnahmen gegen KPT». Bei der Finma beschwert sie sich wegen «unlauteren Wettbewerb».

KPT ihrerseits sieht sich von Genolier verunglimpft und antwortet mit einem Gegenschlag: «Wir sehen uns mit falschen Behauptungen konfrontiert, haben deshalb die notwendigen rechtlichen Schritte gegen Genolier eingeleitet und sind bereit, auch weitere Massnahmen zu ergreifen», sagt KPT-Chef Reto Egloff.

Konflikt um abgebrochene Tarifverhandlungen

Hintergrund des Streits sind abgebrochene Tarifverhandlungen. Aktuell sind die Parteien in einem vertragslosen Zustand, weshalb Zusatzversicherte der KPT in Genolier-Kliniken keine Kostengutsprache mehr bekommen. Genolier wirft KPT deshalb vor, sie würde ihre Kunden in der freien Spital- und Arztwahl beschneiden. Die KPT spricht von «ungerechtfertigten und falschen Behauptungen» und spielt den schwarzen Peter zurück. Sie beruft sich auf den vom Gesetzgeber verlangten Tarifwettbewerb.

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