Dank ihrer flexiblen Auszahlungsprofile leisteten strukturierte Produkte in den letzten prosperierenden Börsenjahren einen wesentlichen Beitrag zur Erwirtschaftung positiver Renditen. Auch haben sie Anlegern den Zugang zu neuen Anlagethemen wie den Ermerging Markets erleichtert und Tür und Tor zu neuen Anlageklassen wie Commodities geöffnet.

Ein weiterer Grund für die nach wie vor rege Nachfrage ist, dass sich mit strukturierten Produkten wegen ihrer flexiblen Einsatzmöglichkeiten sowohl in steigenden als auch in sinkenden und seitwärts tendierenden Märkten Gewinne erzielen lassen – je nach dem, welche Dynamik sich der Investor vom Markt erhofft. Umso wichtiger ist, dass sich der Anleger genau bewusst ist, mit welchen kurz-, mittel- oder langfristigen Szenarien er rechnet.

Jüngst ist dieser Grundsatz in kontroversen Diskussionen teilweise untergegangen. Zu Unrecht. Der Einsatz von strukturierten Produkten ist erfahrungsgemäss nur dann zweckmässig, wenn die im Auszahlungsprofil widerspiegelten Erwartungen, Szenarien und Ideen effektiv am Markt eintreffen. Gerade diese Chancen stellen auch in der Vermögensverwaltung und im Wealth Management den grössten Mehrwert dar.

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Massgeschneiderte Lösungen

In der Vermögensverwaltung eignen sich strukturierte Produkte insbesondere bei der Optimierung und Diversifikation des Portfolios. Mit kaum einem anderen Instrument lassen sich die Risiko-Rendite-Eigenschaften so präzise steuern wie mit strukturierten Produkten. Kaum ein anderes Instrument ist ferner besser dazu geeignet, die persönlichen Investmentideen des anspruchsvollen Investors so umzusetzen, dass der grösstmögliche Profit erzielt werden kann.

Je nach Markterwartung und Risikoprofil eines Anlegers eignen sich dabei unterschiedliche Produkte. Ein Beispiel: Ein Anleger erwartet, dass der Rohölpreis stark anziehen wird. Von diesem Anstieg möchte er zwar profitieren, allerdings ohne ein effektives Rohstoffrisiko einzugehen. Mit einem strukturierten Produkt verbindet er die beiden Ansprüche. In Frage kommt zum Beispiel ein kapitalgeschütztes Produkt mit Partizipation am Rohölpreis. Das Instrument hat durch den Mantel mit hundertprozentigem Kapitalschutz den Risikocharakter einer Obligation und beinhaltet somit kein direktes Rohstoffrisiko – wobei das Emittentenrisiko natürlich immer berücksichtigt werden sollte. Zusätzlich ist es mit einer Call-Option auf den Rohölpreis ausgestattet, welche die Partizipation am Rohölpreis sicherstellt.

Ein anderes Beispiel: Ein Unternehmer ist im Besitze mehrerer Aktiengesellschaften, die sich an Immobilienprojekten beteiligen. Er möchte nun mehreren Investoren den einfachen Zugang zu allen Projekten ermöglichen. Mit einem Basket-Zertifikat auf die entsprechenden Aktiengesellschaften kann er ihnen eine Partizipation an der Entwicklung der Projekte bieten, ohne die Aktien respektive deren Stimmrechte übertragen zu müssen.

Die Beispiele zeigen, welche Variationsmöglichkeiten strukturierte Produkte im Rahmen der Risiko-Rendite-Eigenschaften von anspruchsvollen Investoren bieten können. Ihre flexiblen Einsatzmöglichkeiten eröffnen Anlegern ganz neue Perspektiven und Opportunitäten.

Mehr Risikodiversifizierung

Vom Risikocharakter her sind die Instrumente zwar mehrdimensional und sorgen somit für zusätzliche Risikodiversifikation in den Portfolios. Wichtig bleibt allerdings, dass die Anleger jederzeit über das Preisverhalten der Produkte aufgeklärt werden. Kapitalgeschützte Produkte können beispielsweise während der Laufzeit unter dem Kapitalschutz notieren, falls etwa die Zinsen ansteigen. Der Kapitalschutz gilt immer nur per Verfall.

Ausserdem haben die jüngsten Verwerfungen an den Finanzmärkten einmal mehr gezeigt, dass die Diversifikation der Emittentenrisiken ähnlich wie bei einem Obligationenportfolio unentbehrlich – ja sogar die Grundlage für eine Investition in strukturierte Produkte ist.