Eine Studie des Weltpostvereins kürt die Schweizerische Post zur besten Brief- und Paketorganisation der Welt. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Frankreich und Japan. Das schreibt die Post in einer Medienmitteilung. «Der Index des Weltpostvereins zeigt, dass die Post mit ihrer Strategie und ihrem umfangreichen Angebot im internationalen Vergleich zu den führenden Postorganisationen gehört», schreibt der gelbe Riese im Communiqué.

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Die Studie vergleicht weltweit 170 Postorganisationen anhand der vier Kriterien Zuverlässigkeit, Bedeutung, Reichweite und Widerstandsfähigkeit. Die Schweizerische Post erreicht in drei der vier Kriterienkataloge die höchste Punktzahl. Die Post bestätige damit, dass sie eine vertrauenswürdige und moderne Partnerin sei, schreibt der Bundesbetrieb.

Grosser Umbau

Die Studie kommt für Konzernchefin Susanne Ruoff zur rechten Zeit. Sie baut das Poststellennetz radikal um. Bis in drei Jahren sollen bis zu 600 traditionelle Poststellen ihre Türen schliessen – davon verspricht sich die Post Einsparungen von 280 Millionen Franken. Rund 1200 Mitarbeiter sind von der Reorganisation betroffen.

2817 Poststellen-Angestellte haben gegen die neue Marschrichtung eine Petition unterschrieben, die einen Halt fordert. Auch die betroffene Bevölkerung wehrt sich an vielen Orten gegen die Schliessung der Poststellen. Sie erhalten Unterstützung von Gewerkschaften und linken Parteien.

(ise)