Die staatliche südafrikanische Fluggesellschaft SAA hat für das vergangene Jahr einen Rekordverlust von 4,67 Milliarden Rand (316 Millionen Franken) eingeräumt. Das Mitglied des Luftfahrtbündnisses Star Alliance meldete für das Geschäftsjahr bis März 2015 einen Umsatz von rund 30 Milliarden Rand (2 Milliarden Euro).

Im Vorjahr hatte die trudelnde Fluglinie 2,56 Milliarden Rand Minus gemacht, wie aus dem am Donnerstag dem Parlament vorgelegten Finanzbericht hervorging. South African Airways (SAA) hatte die Vorlage des Geschäftsberichts bereits mehrfach vertagt.

Regierung in der Kritik

Ohne staatliche Kreditgarantien über mehrere Milliarden Rand wäre die Airline bereits insolvent. Für das im März zu Ende gegangene Geschäftsjahr ist demnach wieder mit einem Milliardenverlust zu rechnen, dem fünften in Folge.

Südafrikas führende Oppositionspartei, die Demokratische Allianz (DA), warf der Regierung von Präsident Jacob Zuma grobes Missmanagement vor. Sie fordert eine Privatisierung und Sanierung der Airline. Die DA werde auch vor Gericht gehen, um die Ablösung der von Zuma installierten Aufsichtsratsvorsitzenden Dudu Myeni zu erreichen, erklärte der Abgeordnete Alf Lees.

(sda/gku)