Der rekordtiefe Ölpreis hat personelle Folgen für die Zulieferer der Ölförderer. Das Winterthurer Traditionsunternehmen Sulzer reduziert die Zahl der Mitarbeiter. Der Fokus liegt auf dem Ausland, wie  Konzernchef Klaus Stahlmann bestätigt: «In China haben wir schon einen Personalabbau durchgeführt und prüfen weitere Massnahmen.»

Auch Brasilien ist im Visier. «Hier verzeichnen wir ebenfalls einen Rückgang, auch hier werden wir unsere Kapazitäten anpassen. Das Gleiche gilt für die USA», so Stahlmann. In den Fabriken in England ist eine Umstrukturierung im Gang. «Wir haben dort Servicestandorte zusammengefasst und einzelne Einheiten geschlossen», sagt der Sulzer-Chef. Insgesamt seien bis dato im Servicebereich weltweit «mehr als 200 Vollzeitstellen» abgebaut worden.

Es steht auch eine Reduktion der Produktionsstandorte bevor: So will sich Sulzer aus dem tiefmargigen Gussgeschäft verabschieden. Die Fabriken in Brasilien und Finnland stünden zum Verkauf, heisst es. Gemäss Stahlmann stellt sich bei jedem Produkt die Frage, ob es sinnvoll ist, dieses selber zu produzieren oder ob man es nicht besser von Dritten bezieht. «Gussteile sind sicher ein Thema, vielleicht können wir sie künftig aus Indien oder China beziehen.»

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