Der neue Sulzer-Konzernchef Klaus Stahlmann will das Geschäft mit der Öl- und Gasförderung durch Zukäufe ausbauen. «Wir haben dort noch nicht das komplette Produktportfolio», sagt er im Interview mit der Zeitung «Der Sonntag». «Wir sind stark im Transport, würden uns aber gerne auch in der Förderung und in der weiterverarbeitenden Industrie verstärken.»

Weitere Zukaufsmöglichkeiten sieht Stahlmann auch im Wasser- und Abwasserbereich sowie in der Division Turbo Services in Asien und dem Mittleren Osten. «Wir könnten auch mehrere grössere Akquisitionen schultern, das heisst bis zu 1 Milliarde Franken», sagt Stahlmann.

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Unter dem neuen Konzernchef, der sein Amt im Februar antrat, hat sich das einst gespannte Verhältnis zwischen der Sulzer-Konzernleitung und Hauptaktionär Viktor Vekselberg gelegt. Dank dem russischen Oligarchen boomt das Russland-Geschäft. «Gerade in diesem Jahr ist Russland für uns zu einem extrem wichtigen Markt geworden, der jetzt sogar unter den fünf wichtigsten Märkten für Sulzer steht», so Stahlmann.

«Wir haben in Russland Wachstumsraten erzielt wie in keinem anderen Land.» Vekselberg habe daran einen erheblichen Anteil.  «Die Kontakte und die Möglichkeiten, die wir über den Hauptaktionär Renova haben, sind sicherlich ein Vorteil, um dort die entsprechenden Kontakte zu schaffen. Durch die von Renova gehaltenen Gesellschaften kommen wir auf sehr hoher Ebene mit den richtigen Entscheidungsträgern in Kontakt.»

(jev)

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