Nach diversen Pressemeldungen über einen möglichen Personalabbau bei Sulzer geht Konzernchef Klaus Stahlmann in die Offensive. In einer internen «Stellungnahme zu Medienberichten» schreibt er, er bedaure sehr, «dass die Berichte bei vielen von Ihnen unnötige Unruhe hervorgerufen haben.»

Aussagen, die er vor zwei Wochen an einer Veranstaltung der Schweizerisch-Amerikanischen Handelskammer geäussert hätte, seien in den Medien «mit falschen Worten übersetzt und aus dem Zusammenhang gerissen» worden. Auf eine Frage, ob der Personalbestand nicht zu hoch sei, sagte der Sulzer-Chef damals: «Sie haben recht. Bei den all­gemeinen Verwaltungs­kosten haben wir noch viel Fett. Wir könnten da effizienter sein.»

Er hätte gesagt, schrieb Stahlmann am 3. November ans Personal, Sulzer wolle durch eine neue Organisation «marktorientierter, effizienter und leaner» werden.

Keine Entwarnung

Entwarnung kann Stahlmann bezüglich Personalabbau allerdings keine geben: «Personalmassnahmen können nie ausgeschlossen werden, würden dann aber nur einzelne Bereiche betreffen, in denen wir einen anhaltenden Nachfragerückgang erwarten.»

Im übrigen werde Sulzer seine Prozesse «weiterhin kritisch prüfen und im Sinn der Wertsteigerung optimieren, um eine schlanke Organsation zu sein.» Weiter schreibt er: Es sei nicht geplant, Investitionen oder die Ausgaben für Forschung und Entwicklung zurückzufahren.

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