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Neuorganisation
Sulzer fusioniert Service für Pumpen und Turbinen

Sulzer: Beim Winterthurer Industriekonzern muss bald das Organigramm erneuert werden. (Bild: Keystone)

Bei Sulzer bilden ab Januar Pumpen, Wartung und Chemtech den Konzern. Sulzer schafft zudem eine neue Einheit für Wasser.

Veröffentlicht am 08.11.2013

Der Industriekonzern Sulzer ordnet sich neu. Ab Anfang nächsten Jahres bilden die Pumpenherstellung, das Dienstleistungs- und Reparaturgeschäft sowie Technologiedivision Chemtech je eine eigne Sparte. Im Pumpengeschäft schafft Sulzer eine neue Einheit für Wasser.

Das Anlagengeschäft, bisher Sulzer Pumps, heisst neu Pumps Equipment und wird neu anhand der Märkte Nord- und Südamerika, Europa, Naher Osten und Afrika sowie Asien-Pazifik geordnet. Sulzer richte sich auf die drei Schlüsselmärkte Öl und Gas, Energie sowie Wasser aus, sagte Konzernchef Klaus Stahlmann vor Investoren.

Derzeit steht Sulzer auf vier Standbeinen. Die Einheit für Beschichtungstechnologie Metco kommt im Organigramm, das Stahlmann in Zürich vorstellte, gar nicht mehr vor. Über einen Käufer sowie auch die Verkaufssumme ist derzeit noch nichts bekannt.

Wasser ist Schlüsselmarkt

Die Wassersparte richtet sich auf den weltweiten Bedarf an Frischwasser einerseits und Abwassersystemen andererseits aus. Durch das Bevölkerungswachstum weltweit ist Wasser heute in Schlüsselmarkt. Vor etwa zwei Jahren hatte Sulzer mit einem Grosseinkauf die Abwassersparte der schwedischen Firma Cardo übernommen.

Die bisherige Division für Wartungs- und Reparaturdienste für Turbinen Turbo Services enthält neu auch den Serviceteil der Pumpenherstellung und heisst nur noch Services. Auch diese erfolgreiche Einheit ordnet sich neu entlang der Märkte Nord- und Südamerika, Europa, Naher Osten und Afrika sowie Asien-Pazifik.

Straffung kostet Stellen

Unverändert bleibt die Chemtech-Sparte. Dort bietet der Traditionskonzern Prozesstechnologie und Trennkolonnen sowie Misch- und Austragsysteme an.

Bereits Mitte Oktober hatte die «Handelszeitung» bekannt gemacht, dass bei Sulzer Entlassungen anstehen. Die Zusammenlegung der Personal und Finanzabteilungen und der IT-Angestellten der einzelnen Divisionen kostet am Hauptsitz Winterthur etwa 100 Stellen. Die Kostenersparnis bezifferte der Konzern auf jährlich 25 Millionen Franken.

Weil die Straffung nur das Anlage- und Servicegeschäft umfasst, und Chemtech davon ausgenommen ist, gab es von Seiten der Gewerkschaften Vermutungen, dass auch die Technologieeinheit verkauft werden könnte. Laut Sulzer gibt es zwischen Chemtech einerseits und dem Pumpen- und Servicegeschäft anderseits wenig Synergien.

(sda/chb)

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